Alles über Herbstkätzchen

Es kurieren immer wieder eigenartige Gerüchte darüber, dass man beim Katzenkauf darauf achten sollte, aus welchem Wurf die Babykätzchen kommen. Bevorzugt werden angeblich die, die im Frühjahr und nicht im Herbst geboren wurden. Aber warum eigentlich? Sind denn Herbstkätzchen wirklich anfälliger für Krankheiten und generell schwächer als Frühjahrs- bzw. Maikätzchen, wie oft behauptet wird?

Junge Katze im Laub zum Artikel HerbstkätzchenDieser sich hartnäckig haltende Mythos kommt unter anderem daher, dass Katzen früher als Jäger und nicht als süße Schmuser auf Bauernhöfen gehalten wurden. Bauern sahen in ihnen eher Ernte-Bewacher, da sie den Mäusebestand in Schach hielten. Dadurch schützten sie Weizen und anderes Korn vor den Nagern. Damit die Katze zur Erntezeit auch kräftig, schnell und erfahren genug für die Jagd zu sein, bevorzugten Bauern im Frühjahr geborenen Katzen.

Früher wäre es Herbstkätzchen – die zwischen September und November geboren werden – tatsächlich nicht so gut ergangen. Trotz Versteckmöglichkeiten im Heu oder Stroh sind die Kleinen Wind und Wetter ausgesetzt und bei sinkenden Temperaturen nicht gut geschützt. Das kann einem so kleinen Wesen schnell sehr viel abverlangen und es krank machen. Die Katzenmama hat alle Pfoten voll zu tun, damit sie ihren täglichen Bedarf durch das Mäusefangen decken kann. Denn es war keine Seltenheit, dass sie ohne Katzenfutter und somit nur vom Mäusefang leben mussten.

Vom Mäusejäger zum Schmusetiger

Heute hat sich der ursprüngliche Sinn der Katze weitestgehend vom Mäusejäger in der Scheune zum Schmusetiger auf dem Sofa gewandelt. Und genau deswegen sind Herbstkätzchen eben nicht mehr jeder Witterung ausgesetzt, sondern können meist rein und raus, wie es ihnen gefällt. Die Muttermilch stärkt ihre Abwehrkräfte zusätzlich und der Mensch sorgt und kümmert sich mit abgestimmten energiereichen Futter, Wurmkuren und Impfungen um den Nachwuchs. Also sind alle Voraussetzungen gegeben, dass Herbstkätzchen genauso flink, gut gebaut und gesund werden wie die Maikätzchen und keiner mehr letztere bevorzugen muss.

Tipps für die Kittenhaltung

Wenn Du den Entschluss gefasst hast, Dein Leben mit einer Samtpfote zu teilen, haben wir hier ein paar wichtige Tipps für Dich, damit Eurer gemeinsamen Zeit keine Stolpersteine im Weg liegen:

  1. Katzen brauchen wie jedes andere Tier einen Rückzugsort und einen Schlafplatz in Form einer Kuschelhöhle oder ähnlichem. Sie erfreuen sich auf sehr über eine Fensterbank, die ihnen viel zu gucken bietet, denn sie lieben es zu beobachten.
  2. Ein Kratzbaum ist unverzichtbar. Wenn dieser noch vor der Terrassen-/Balkontür steht… Umso besser! Aber bezogen auf den Kratzbaum an sich braucht die Katze vor allem unbedingt etwas, an dem sie ihre Krallen abnutzen und schärfen kann, wenn Du nicht möchtest, dass sie das an Deinen Möbeln tut.
  3. Achte darauf, ob Deine Katze das Futter verträgt, das Du ihr gibst und dass sie in regelmäßigen Abständen die richtige Menge erhält. Leckerlis gehen natürlich immer… aber in Maßen! WICHTIG: Milchprodukte (außer spezielle Katzenmilch) sind aufgrund der unverträglichen Laktose tabu!
  4. Das Katzenklo, mindestens eins pro Katze, sollte an einem ruhigen Ort stehen, wo sie ungestört ihr Geschäft verrichten kann. Denk daran es mehrmals täglich zu überprüfen und zu reinigen.
  5. Zu der Grundausrüstung gehören nicht nur, Napf für Futter und Wasser, Katzenklo, Kuschelhöhle und Kratzbaum, sondern auch ein paar Spielzeuge mit denen Du Deine Katze beschäftigen, fordern und mit ihr spielen kannst.
  6. Prüfe welche Pflanzen in Deiner Wohnung für Deine Katze zugänglich sind. Viele von ihnen sind giftig für sie. Eine Liste der „verbotenen“ Pflanzen findest Du hier: Giftige Pflanzen für Katzen
  7. Beachte die empfohlenen Impfungen und die Zeit bis zu Auffrischung. Ebenso solltest Du Deinen Liebling ein bis zweimal im Jahr eine Wurmkur verabreichen.
  8. Solltest Du die Möglichkeit haben Deine Samtpfote im freien Laufen zu lassen, ist es sehr wichtig, dass Ihr sie kastrieren lasst.
  9. Hast Du einen langhaarigen Schnurrer bei Dir zu Hause, ist regelmäßige Fellpflege mit einer geeigneten Bürste Pflicht! Denn das lange Fell verknotet sich schnell und sieht ungepflegt aus.
  10. Auch wenn Katzen sich sehr gut alleine beschäftigen können: Sie vermissen Dich, wenn Du zu lange wegbleibst. Du trägst ab nun die Verantwortung für DEIN Tier! Teile daher Deine Freizeit mit Freunden, Hobbys usw. so ein, dass Du Deine Katze nicht zu lange alleine lässt. Natürlich kannst Du auch jemanden damit beauftragen, nach ihr zu schauen und sie zu füttern. Es gibt mittlerweile auch viele Katzenpensionen, die sich Deinem Fellknäuel annehmen, falls Du einen Urlaub geplant haben solltest.
Hanna | DeineTierwelt

Contentmanagement & PR

Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

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