Checkliste für den sicheren Welpenkauf

Wenn man in ihre treuen Augen blickt, ist es meist zu spät für vernünftige Überlegungen: Kleine Hunde erobern unser Herz im Sturm. Informiert Euch deshalb vorab über die Hundehaltung und worauf Ihr beim Kauf unbedingt achten solltet.

Labrador Welpe im Korb

In unserem Artikel findet Ihr die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Die Mutter der Welpen
  • Der Preis
  • Der Verkaufsort
  • Das Interesse des Verkäufers
  • Der Kaufvertrag
  • Verfassung der Welpen
  • Anzahl der Zuchttiere und Rassen
  • Besuchstermine beim Züchter

Checkliste für den sicheren Welpenkauf: Was Ihr bei der Auswahl beachten solltet

1. Seht Ihr die Mutter der Welpen?

Lasst Euch die Hündin zeigen. Habt Ihr den Eindruck, dass es sich um die Mutter der Welpen handelt? Sie sollte mit den Welpen vertraut sein und die Welpen, sofern sie noch nicht entwöhnt sind, auch säugen. Es ist schon vorgekommen, dass unseriöse Händler Welpenkäufern eine Alibi-Hündin als Muttertier präsentierten. Wenn Euch das Verhalten der Hündin merkwürdig erscheint, solltet Ihr dort keinesfalls einen Welpen kaufen. Es kann durchaus vorkommen, dass eine Hündin das Saugen der Welpen unterbindet, zum Beispiel, wenn das Gesäuge gereizt ist. Insgesamt sollte sie sich ihnen gegenüber aber nicht aggressiv verhalten.

2. Der Preis

Der Preis für einen Rassehund vom Züchter schwankt in der Regel zwischen 600 bis 1200 Euro. Alles was deutlich darunter liegt, ist nicht marktüblich und sollte Euch misstrauisch machen. Fragt den Züchter, wie der Preis zustande kommt und vergleicht verschiedene Angebote. Der Preis ist allerdings nur bedingt ein Hinweis auf einen Hundehändler. Diese haben mittlerweile die Preise erhöht. Seriöse Züchter findet Ihr unter anderem beim Verband für das Deutsche Hundewesen, aber auch in anderen Vereinen. Im Online-Tiermarkt von Deine-Tierwelt.de könnt Ihr durch entsprechende Siegel erkennen, ob ein Tier Papiere mitbringt und ob der Züchter angegeben hat, dass er in einem Verein züchtet.

3. Wo und wie wird verkauft?

Auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen? Aus dem Bus, dem Kofferraum, einem Pappkarton oder einem Drahtkäfig heraus?

Sicherheit beim Welpenkauf
So sieht kein artgerechtes Zuhause für Welpen aus

Dies sind klare Indizien für Welpenhandel. Unbedingt Finger weg! Achtet darauf, dass Ihr die Welpen beim Züchter zu Hause besuchen dürfen. Ein seriöser Züchter nimmt sich viel Zeit für Euch, Eure Fragen und die Vermittlung seiner Welpen.

4. Stellt der Verkäufer Fragen?

Ein seriöser Züchter möchte wissen, in welche familiären und häuslichen Verhältnisse der Welpe kommt. Werden keine Fragen gestellt, geht es nur ums Geldverdienen. In diesem Fall könnt Ihr davon ausgehen, dass auch die Zucht nicht mit Leidenschaft betrieben wird. Natürlich darf der Züchter mit seinen Welpen Geld verdienen – er investiert schließlich viel Arbeit und Zeit in seine Hunde. Primär sollte ihn jedoch das Wohl seiner Tiere interessieren.

5. Gibt es einen Kaufvertrag?

Wenn ja, enthält er Namen, Adresse und eine Haftung des Verkäufers? Ist der Kaufpreis genannt? Achtet darauf, dass diese Angaben vorhanden sind.

6. Wie sehen die Welpen aus?

Sind die Kleinen dünn oder durch Würmer aufgebläht? Liegen sie apathisch in der Ecke oder zeigen ein ungewöhnliches Verhalten? Ist das Fell dreckig und stumpf? Fiepen die Kleinen oder geben sie sogar keinen Laut von sich?

Checkliste für den Welpenkauf: So sehen gesunde Welpen aus

Steht Wasser und Futter in der Nähe? Kranke oder schwache Welpen würde ein seriöser Züchter nicht verkaufen. Werden Euch die Tiere trotz des miserablen Gesundheitszustandes angeboten, solltet Ihr das Weite suchen.

7. Das Angebot

Wie viele Rassen hat der Züchter im Angebot? Bei mehr als zwei Rassen und mehr als vier Würfen im Jahr ist Vorsicht geboten. Oftmals werden die Welpen in einem solchen Fall unkontrolliert vermehrt und die Hündin mit häufigen Trächtigkeiten und Geburten strapaziert. Sucht lieber nach einer kleineren Zucht, in der jedem Hund individuell viel Aufmerksamkeit und Liebe entgegen gebracht wird.

8. Besuchstermine 

Nicht immer fällt die Entscheidung beim ersten Besuch. Seriöse Züchter drängen Euch nicht zu einem Entschluss und bieten auch mehrere Besuchstermine an. Zudem stehen sie Euch beratend zur Seite und helfen Euch dabei, den passenden Welpen aus dem Wurf auszusuchen. Besteht der Züchter darauf, dass Ihr den Welpen direkt beim ersten Besuch mitnehmt, solltet Ihr Abstand von dem Kauf nehmen.

 

Video von DeineTierwelt.de: Checkliste für den Welpenkauf

Seriöser Tierschutz oder kommerzieller Hundehandel?

Der Wunsch nach einem vierbeinigen Gefährten wird oft mit dem Bedürfnis verbunden, einem Hund das Leben zu retten, sein Leiden zu beenden und ihm ein gutes Zuhause zu bieten.

Leider werden Mitleid und das Bedürfnis des Menschen zu helfen gerne von kommerziellen Hundehändlern ausgenutzt. Wie kann man aber unterscheiden, ob die Hunde wirklich gerettet werden oder ob nur wirtschaftliche Interessen dahinterstecken, leider oft verbunden mit rücksichtslosen und brutalen Transport- und Unterbringungsbedingungen?

Dieser Text soll Kriterien an die Hand geben, wie seriöser Tierschutz von kommerziellem Hundehandel unterschieden werden kann.

 

wuehltischwelpen-2

1. Hund und Besitzer sollen gut zusammen passen

Dazu ist zunächst ein Gespräch über Lebensumstände, Wünsche und Erwartungen des zukünftigen Hundehalters zu führen. Zu klären ist, ob der eventuell schon ausgesuchte Hund diese Bedingungen auch erfüllt und eventuell auf Grund der bei der jeweiligen Rasse vorherrschenden Eigenschaften überhaupt erfüllen kann. Fragen nach den bisherigen Lebensumständen des Hundes: Hat der Hund in einer Familie gelebt? Kann er mit Katzen und anderen Hunden zusammenleben? Mag er Kinder? Kennt er städtisches Leben? Geht er jagen? Ist er stubenrein? Handelt es sich um einen Hüte- oder Jagdhund mit speziellen Arbeitsbedürfnissen?

2. Kennenlernen und überprüfen, ob es wirklich klappt

Dazu bedarf es einiger Besuchsstunden und oft mehrere Tage. Hund und neuer Besitzer sollen sich aneinander gewöhnen und überprüfen, ob sie miteinander auskommen. Ein Spaziergang zeigt, ob der Hund gewöhnt ist an der Leine zu gehen und wie er auf seine zukünftige Umwelt reagiert. Diese Besuche sollten beratend begleitet werden, da sich hierbei zeigt, ob die richtige Wahl getroffen worden war.

3. Herkunft des Hundes erfragen

Es muss klar angegeben werden, aus welchem Land der Hund stammt und ob er auf länderspezifische Krankheiten getestet wurde. Dazu sollte man sich die Unterlagen auch konkret zeigen lassen: Gesundheitszeugnis, eventuelle Behandlungsprotokolle und natürlich der Impfpass: Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut und Zwingerhusten müssen eingetragen sein. Ein Welpe unter 15 Wochen kann diese Bedingungen nicht erfüllen und eine längere Reise aus dem Ausland auch nicht verkraften. Alle Hunde müssen einen Transponder (Kennzeichnung) tragen, damit eine eindeutige Zuordnung zu ihren Unterlagen gewährleistet ist.

4. Unterbringung und Zustand des Hundes

Das Tierheim oder die private Pflegestation, in der der Hund untergebracht ist, muss in gepflegtem und hygienisch einwandfreiem Zustand sein. Das sollte man sich auf jeden Fall genau ansehen. Der Pflegezustand des Hundes ist wichtig: Sind Fell und Ohren sauber, die Augen klar und die Nase trocken?

5. Abgabe des Hundes mit Bedingungen

Der Hund wird nur mit einem schriftlichen Vertrag, den beide Parteien unterzeichnen, abgegeben. Darin muss vermerkt sein, dass der Hund bei Schwierigkeiten jederzeit wieder zurückgenommen wird. Üblicherweise werden auch Besuchstermine vereinbart, um ein problemloses Zusammenleben zu überprüfen, aber auch, um eventuell mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

6. Einnahmen für den Tierschutz überprüfen

Ein Tierschutzverein kann belegen, wozu seine Einnahmen dienen. Aus seiner Jahresbilanz geht eindeutig hervor, wofür die Mittel verwendet werden. Gehen Gelder für den Tierschutz vor Ort in die Ursprungsländer zurück? Wird Tierschutz in Deutschland damit unterstützt? Das Behandeln kranker Hunde, Impfen, Transponderimplantieren (Kennzeichnen) und Kastrieren kostet natürlich Geld. Die Kosten können aber nachgewiesen werden. Danach kann man fragen. Werden ausweichende Antworten gegeben, Unterlagen nicht vorgelegt oder Vereinbarungen nicht schriftlich getroffen, ist äußerste Vorsicht geboten. Wird keine Beratung zur Eignung des Hundes oder ein Zeitraum zum Kennenlernen geboten, sind die Verkäufer nur am Verkauf des Hundes interessiert, sein Schicksal interessiert sie nicht. Die Vorinformationen, die über den Hund gegeben werden, können zutreffend sein. Bei der Erwähnung von großem Leid, unglaublichen Rettungen oder Freikauf aus Tötungsstationen sollte man jedoch eher misstrauisch sein und Nachweise verlangen. Auch wenn eventuell ein einzelner Hund aus tierschutzrelevanten Lebensumständen gerettet werden kann, so ist damit leider auch zu erwarten, dass viele Hunde mit dem geleichen Schicksal nachkommen und deren Leid allein durch die Nachfrage vorbestimmt ist. Ohne Käufer keine „Hundeware“.

 

Mit Informationen der Initiative wuehltischwelpen.de – Eine Initiative von VDH, Tasso, Vier Pfoten, bmt, TVT und GTVMT

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16 Kommentare
  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    folgende Anzeige verwundert mich etwas. Vo3 Tage stand diese Anzeige mit gleichem Wortlaut als Abgabestelle unter Halle. Nun steht es unter Theißen . Sicher liegen die Orte nicht sehr weit auseinander, aber dennoch wäre es doch eine Überprüfung wert.

    Selten schöne Retro Möpse abzugeben

    Anzeigennummer: 80382154 | Datum: 26.08.14 | Gesehen: 110

    Mit freundlichen Grüßen
    Kerstin Schubert

    1. Hallo Kerstin,

      wir werden die Anzeige gerne überprüfen. Bitte nutze das nächste Mal unsere “Anzeige melden”-Funktion! Dann landet Deine Anfrage direkt in der Qualitätskontrolle 🙂

      Viele Grüße

    1. Hallo Kerstin,

      ich habe Deinen Hinweis und Deine E-Mail-Adresse weitergeleitet. Diesbezüglich müsste sich also demnächst jemand bei Dir melden. Wir von der Redaktion des Magazins haben keinen Einfluss auf die Anzeigen – deshalb kann ich Dir hier nur sagen, dass es von entsprechender Stelle geprüft wird.
      Wie gesagt: Mittels der “Anzeigen melden”-Funktion landet so etwas direkt an der richtigen Stelle 😉

      Viele Grüße

  2. Hey,
    ich habe folgende Anzeige gefunden, wo Mischlingswelpen von privat aus Ungarn zu verkaufen sind. Sie werden mit Kaufvertrag, Fütterungs-und Haltungsanleitung, EU-Pass, Welpentagebuch, gechipt, geimpft und entwurmt abgegeben. Folgendes: Die Familie die die Welpen verkauft ist deutsch, und hat gemeint dass sie für einige Zeit nach Ungarn gegangen sind. Sie haben mir ihre Telefonnummer gegeben, Adresse genannt und mir mittlerweile viele Fotos und Videos von den Welpen geschickt. Die beiden Elterntiere leben auch bei der Familie, von ihnen habe ich auch Fotos und Videos zugeschickt bekommen. Die Elterntiere sind beide HD-frei wurde mir gesagt und auf den Videos haben sie einen sehr guten Eindruck gemacht. Bald will die Familie mit den Welpen und den Eltern wieder nach Deutschland wo sie eigtl wohnen und dort kann ich dann meinen ausgesuchten Welpen besuchen, die Eltern anschauen und den Welpen abholen. Es wird aber eine Anzahlung auf deren Konto gefordert aus denen die Benzinkosten finanziert werden. Und ich weiß nicht wie seriös das ist. Allerdings hat mir der Verkäufer sehr viele Fragen gestellt und wil die Welpen nicht einfach so an mich geben, nur an hundeerfahrene leute. Was meint ihr? Kann ich mich darauf einlassen?

    1. Hallo Louis,
      wie Du auch auf Seite 2 unseres Artikels “Kleinanzeigen im Online-Tiermarkt: So erkennen Sie Betrüger und unseriöse Angebote” nachlesen kannst, sollte niemals per Vorkasse gezahlt werden. Wenn die Familie wirklich in Deutschland wohnen sollte und zurück möchte, wieso sollte sie dann Bezingeld verlangen? Fotos und Videos können mittlerweile leider keine Garantie mehr sein, deshalb sollte niemals einfach so Geld überwiesen werden ohne den Verkäufer, die Hunde und die Papiere gesehen zu haben.
      Solltest Du die Anzeige bei Deine-Tierwelt.de gefunden haben, würde sich der Support des Kleinanzeigenmarkts über eine E-Mail mit Anzeigennummer an info@deine-tierwelt.de freuen, damit die Anzeige überprüft und ggf. gesperrt werden kann.
      Ich drücke Dir trotzdem die Daumen, dass Du den richtigen Hund für Dich findest 🙂

  3. Ich habe eine Frage. Prüfen sie Anzeigen auf dieser Webseite?
    VB 500,- EUR

    Ort:

    H 3900 Miskolc Auf Karte anzeigen

    Land:
    Ungarn

    Benutzername:

    denwerbull<<<< diese Anbieter sind sehr komisch. Wollten schon zwei mal einen Hind liefern, haben es aber nicht getan.

    lg anika

    1. Hallo Anika,

      wenn Dir eine Anzeige auffällt, die unseriös erscheint oder bei der Du einen Betrug vermutest, schreib bitte eine Mail an info@deine-tierwelt.de mit der Anzeigennummer oder nutze den Link unter der Anzeige “Anzeige melden”. Bitte gib in diesem Fall Deine E-Mail-Adresse mit an, damit sich der Support an Dich wenden kann, wenn es Nachfragen gibt.
      Die Anzeigen werden daraufhin von unseren Mitarbeitern geprüft.

      Viele Grüße
      Jessica

  4. Einen seriösen Züchter nur im VDH zu finden ist eine ziemlich einseitige Behauptung. Es gibt innerhalb wie außerhalb dieses vielgerühmten Verbandes seriöse wie auch unseriöse Züchter. Denn eine gute Zucht fundiert allein auf der persönliche Einstellung des Züchters und nicht auf eine Mitgliedschaft in einem bestimmten Verband. Oft wird (von VDH-Mitgliedern natürlich) behauptet, Züchter würden den Verband nur verlassen, weil sie den hohen Zuchtanforderungen nicht entsprechen könnten. Das ist eine Schutzbehauptung, denn niemand hat sich je die Mühe gemacht, die Gründe für den Austritt von Mitgliedern zu belegen.
    Viele ehemalige VDH- Züchter züchten trotz des Austritts aus dem Verband ihre Hunde mit Sorgfalt und Hingabe weiter. Auch dort kann man einen tollen Hund bekommen.

    1. Hallo Kathrina,

      vielen Dank für deine Anmerkungen. Selbstverständlich gibt es nicht nur im VDH seriöse Züchter. Das wollten wir auch gar nicht vermitteln. Aber eine Vereinsmitgliedschaft bzw. die Zugehörigkeit zum VDH kann ein Anhaltspunkt für eine seriöse Zucht sein und deutet daraufhin, dass der Züchter über eine gewisse Sachkenntnis verfügt. Zudem gibt es für den Welpenkäufer eine zusätzliche Anlaufstelle – den Verein – an die er sich bei Fragen oder Ungereimtheiten wenden könnte. Letztendlich muss aber natürlich jeder vor Ort selbst überprüfen, ob die Zuchtbedingungen in Ordnung sind. „Schwarze Schafe“ gibt es sicherlich in jedem Bereich.
      Gerade deshalb sollte sich jeder Welpenkäufer vor dem Kauf ausführlich informieren und die Augen offen halten. Einen tollen Hund kann man selbstverständlich auch bei anderen Züchtern oder auch im Tierheim/Tierschutz finden!

      Viele Grüße

      Janine

    2. Ich habe noch nie, so einen geistigen Unsinn gelesen.
      Ich bin seit 1974 Züchter aus Leidenschaft. Es gibt keinen Züchter, der sich die Arbeit mit der Aufzucht von Welpen macht, bei dem das Geld nicht an erster Stelle steht. Das gilt selbstverständlich auch für VDH Züchter. Die Behauptung, des o.a. Verfassers, dass eine Mutter stets liebevoll mit ihren Welpen umgeht und die Welpen auch liebevoll saugen lässt, ist an Dummheit nicht zu überbieten. Wenn die Welpen 7 bis 8 Wochen alt sind, lässt die Milchproduktion bei den Mutterhündinnen erheblich nach. Dann schmerzt es die Welpenmutter, wenn die Welpen mit ihren scharfen Zähnen und Fußkrallen in das Gesäuge einschlagen um die letzten Milchtropfen auszusaugen. Darum sind die total überforderten Hündinnen froh, wenn die nervigen Welpen von ihnen getrennt werden. Manchen Hündinnen bleibt leider nichts anderes übrig, als ihre eigenen Welpen weg zuknurren und/oder sogar weg zubeißen. Deshalb sollte man diesen oben geschriebenen Unsinn ganz schnell vergessen. Ein erfahrener Züchter wird seine Hündin immer vor ihren Welpen schützen und darum auch trennen. Dass ist auch für den Käufer der Welpen von großem Vorteil, denn dann trauern die Welpen in der Umgewöhnungsphase ihren Müttern nicht mehr so sehr hinterher. Dass was hier oben geschrieben steht müsste verboten werden. Denn es ist total irreführend. Ich würde mir auch niemals einen Hund von einem VDH Züchter kaufen. Denn deren Hunde sind allesamt viel zu teuer.

      Ich schreibe hier einmal die Kosten auf, für die ein seriöser Züchter einen Welpen züchten kann. Die ersten drei Wochen werden die Welpen ausschließlich von ihrer Mutter versorgt. Danach benötigt er ca. € 30,– für sehr gutes Futter. Die entsprechenden Wurmkuren kosten einen Züchter ca. € 10,– und die erste Impfung in der Regel auch nur € 20,–. Denn die meisten Tierärzte verlangen von den Züchtern nicht mehr als € 20,– für eine Impfung. Also jeder Züchter, der behauptet, dass er mehr als € 60,– für einen Welpen aufwenden muss, der lügt. Warum soll ein Welpe dann mindestens € 600,– kosten? Weil jeder Züchter viel Geld mit seinen Welpen verdient.
      Noch was: Billiger als für € 60,– kann man nirgend wo einen Welpen kaufen. Auch nicht ein so genannter Vermehrer. Nicht einmal in Osteuropa. Im Übrigen verfährt man nach Osteuropa sogar viel mehr Benzinkosten.

      Also das Märchen von Billighunden aus Osteuropa wird überwiegend von selbsternannten seriösen Züchtern erfunden um ihre Preise in die Höhe zu treiben. Und in welchem Verband sind die Hundewelpen am teuersten? Im VDH.

      Es ist sogar nachvollziehbar, dass die meisten Welpenerkrankungen bei VDH Züchtern auftreten.

      1. Hallo Michael,

        offenbar ist die Formulierung in unserem Artikel missverständlich. Die Hündin sollte selbstverständlich die Möglichkeit haben den Welpen aus dem Weg zu gehen – insbesondere während der Entwöhnung. Da kann es natürlich auch zum Wegbeißen der Welpen kommen. Zuvor sollte die Hündin den Welpen das Saugen allerdings in der Regel gestatten und z. B. auch mit ihnen spielen. Die Welpen sollten ihr vertraut sein und sie nicht verunsichern. Wir überarbeiten den Artikel aber gerne im Hinblick auf deine Anregungen.

        Tierarztkosten variieren allein schon wegen der Tierärztlichen Gebührenordnung. Zudem können zusätzliche Kosten – zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen bei den Elterntieren oder die Impfung der Hündin gegen das Herpesvirus – auf den Welpenpreis umgelegt werden.

        Der Preis für einen Welpen ist sicherlich ein kontrovers diskutiertes Thema. In unserem Artikel beziehen wir uns daher auch lediglich auf die marktüblichen Preise. Wie der Preis zustande kommt – darauf müsste man in ganz anderem Umfang eingehen.

        Bei den sogenannten „Billigwelpen“ aus Osteuropa handelt es sich leider nicht um ein von Züchtern erfundenes Märchen. Unsere Kollegen vom Tiermarkt haben immer wieder mit Betrugsfällen und Hundehändlern aus dieser Region zu tun. Wir sind mit diesem Thema daher sehr vertraut.

        Tierschutzorganisationen und Initiativen wie die Wühltischwelpen existieren bedauerlicherweise nicht ohne Grund.

        Wir freuen uns immer über Kommentare, konstruktive Kritik und Anregungen von unseren Lesern – allerdings auch über einen freundlichen und respektvollen Umgangston in unserer Community.

        Beste Grüße aus der Redaktion

      2. Ich habe einen Bernersennenhund 2006 an der Müritz gekauft, eine alte Dame,die ihren Lebensunterhalt damit verdient. Ich bin vernarrt in diese Hunde und habe viel Literatur studiert. Trotzdem bin ich auf den ersten kleinen Hund reingefallen, der meiner Frau entgegen lief. Es wurde ein stakischer Hund mit Erbmaterial vom Großen Berner. Der arme Kerl hatte alle Krankheiten die ein Berner nur haben kann. ED, HD sowieso. Er hatte sicher Schmerzen bei Berührung. Als er sich mit 8 Monaten mal stieß, verband er den Schmerz mit mir und ging mir aus dem Weg. Es gehörte viel Liebe und gut Zureden dazu, um ihn wieder an mich zu binden. Die Tierarztkosten übertrafen im ersten Jahr 300 €. Mit 12 Monaten bekam er abends einen ganz dicken Bauch und war appatisch. Unser Tierarzt im Ort hatte zwar am Telefon Bereitschaft, nahm aber kein Gespräch an. Anruf in der Tierklinik Magdeburg und 2 Stunden später lag er auf dem OP Tisch. Nadel rein, Luft raus, Diagnose Magendrehung. “Kommen Sie morgen um 9, da können sie ihn abholen.” Sprach die Ärztin. Als ich ihn abholen wollte war er tot. OP Kosten ca 350 €. Insgesamt eine teure angelegenheit, die mich ermunterte im Internet mich weiter Kundig zu machen.
        Ich kam auf den Züchter “Bernersennen vom Florentiner Hügl” im Bayrischen Wald. In seiner Hompage erklärte er sehr gut um was es ihm in de4r Zucht ging. Wesensmerkmale, Ausgeglichenheit, Haarkleid, gerade Lefzen die nicht sabbern usw. Altes Ehepaar züchtet seit 1947 Bernersennen. Von einer bekannten Züchterin, eben falls aus dieser Gegend ist,erhielt ich die Bestätigung für die Wahrheit dieser Angaben. Beide sind im Verband EHU. Diese Züchterin ließ und lässt heute noch ihre Hündinnen dort decken.
        Wir bestellten und fuhren den weiten Weg von Aschersleben nach Walchsing Bayern. Ein sauberer Bauernhof und nette alte Leute empfingen uns. Sie stellten uns die Hündin vor und auch den Deckrüden (alle im Internetabgebildet und beschrieben) Zeigten uns den Aufzuchtstall, der mit ganz leiser Musik beschallt wurde. Dort lag die Schwester in der Nähe von Rotlicht in einer sauberen großen Holzbox. Unser Liebling lief in der Küche rum, es war der letzte vom Wurf. Die kleine Hündin sollte zur weiteren Aufzucht stehen.
        Der Hund wurde gekauft und mit viel Liebe aber auch einem klaren NEIN erzogen. Er war ein ganz stolzer Berner mit schönem langen Fell und toller Markierung, Er wurde jährlich dem Tierarzt vorgestellt und bekam seine erforderlichen Spritzen. Er war nie krank, hatte viel Auslauf und begleitete uns im Urlaub auf allen Wegen ob im Auto oder Wohnmobil. Er hat NIE gebissen. Da er auf einem Campingplatz mit groß geworden ist akzeptierte er Kinder und Erwachsene bedingungslos. Er hat aber fast nie gebellt, nur wenn es ernst wurde gegenüber seinen Artgenossen. Sonst zeigte er Gelassenheit und Liebe.
        Eine herrliche Welt bis zum 02.06.2016. Um 4.10 Uhr rief er nach mir in der Diele. Ich hielt ganz fest seinen schönen Kopf und er sah mich noch einmal an. Danachein kurzer Todeskrampf und unser Bonzo war tot.
        Was mir kein Züchter gesagt hat, war, welche Impfungen der Hund bekommen hat. Unser Bonzo war innerhalb von 5 Tagen gestorben, er hatte sich mit Hepatitis contagiosa canis oder kurz H.c.c infiziert. Durch Lecken am Kot oder Urin oder Speichel anderer Hunde wird H.c.c. übertragen und wer keine Abwehrkräfte dafür hat stirbt mit 98% Gerwissheit. Geholfen hätte ihm in seiner Jugend eine Vorsorgespritze gegen H.c.c. Darauf wollte ich Sie liebe Hundefreunde hinweisen.
        Nur das nützt uns nichts mehr, in großer Trauer über ein ungewöhnliches Tier, Rolf Lorenz.

    3. Guten Morgen,
      diese Aussage von Kathrina kann ich nur bejahen. Es steht und fällt mit dem Züchter, denn er ist verantwortlich für sein Rudel und die Welpen.
      Ein seriöser Züchter egal welcher Verein wird euch immer will kommen heißen, damit ihr alles sehen könnt.
      So findet man auch vertrauen und kann auch den neuen Welpen Käufer begutachten, nicht jeder Mensch ist für eine Hundehaltung geeignet. Es kommt doch auf die Tiere an und nicht auf das Papier VDH! Wünschens Wert wäre doch ein Austausch zwischen den Vereinen und Züchtern zum Wohl der jeweiligen Rasse.
      Herzlich Karin u. die Angel Setter

  5. Hallo
    Ich habe da ein Problem !
    Ich möchte mir das erstemal einen Hund anschaffen und habe da auch schon ein Welpen-Angebot .
    Alles soweit sogut !
    Der Welpe ( eine Hündin ) kommt aus Portugal ! Der sitzt aber ist in Deutschland . Der Sitz in Deutschland : http://www.casa-animals. de
    Tierschutzverein casa-animals e.V. , Ingrid Konau in Brunstorf

    Der Welpe kostet 250€+100€ für den Flug aus Portugal weil der Welpe dort in Obhut ist !
    Wenn ich alles bezahlt habe wird man mir den Welpen in Deutschland am Flughafen übergeben !
    Ist das alles seriös ?
    Muss ich Bedenken haben ?
    Bitte rufen Sie mich mal an unter 0176-95421823 !

    Gruss
    Klaus Witte

    1. Hallo Herr Witte,

      wir raten grundsätzlich eher von Verkäufen ab, bei denen das Geld vorab überwiesen werden soll.
      Da es sich um einen eingetragenen Verein zu handeln scheint, kann das in diesem Fall unter Umständen anders sein.
      Es ist schön, dass sie sich für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden möchten.
      Gerade als Anfänger würden wir Ihnen aber eigentlich eher zu einem Welpen raten, den Sie zuvor zumindest vor Ort besuchen und kennen lernen konnten.
      Das geht natürlich auch in einem Tierheim hierzulande. Haben Sie die Anzeige bei Deine-Tierwelt.de gefunden?
      Bei weiteren Fragen können Sie sich auch jederzeit an den Support von Deine-Tierwelt.de wenden!

      Beste Grüße aus der Redaktion

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