Kippfenster-Syndrom bei Katzen

Bei warmen Temperaturen freuen wir uns über jedes wehende Lüftchen, das für Abkühlung sorgen kann. Um zumindest etwas frische Luft erhaschen zu können, kippen wir gerne mal die Fenster. Doch gerade das kann zu einer extrem großen Gefahr für unsere Katzen werden. Tiermediziner sprechen hier vom sogenannten Kippfenster-Syndrom. 

Graue Katze am Fenster zum Artikel Kippfenster-Syndrom bei Katzen

Was ist das Kippfenster-Syndrom?

Die Bezeichnung Kippfenster-Syndrom wird – wie der Name schon sagt – genutzt, wenn Katzen versuchen,  durch gekippte Fenster zu schlüpfen. Meist kommen sie mit dem vorderen Teil des Körpers noch durch den Spalt hindurch, bleiben dann aber mit dem Becken hängen. Versuchen die Samtpfoten dann sich zu befreien, rutschen sie meistens immer tiefer in den Spalt, werden eingeklemmt und können sich ernsthafte Verletzungen zuziehen.

Welche gesundheitlichen Schäden können entstehen?

Steckt eine Katze in dem Fensterspalt fest, kann sich sich große Verletzungen an den Knochen, den Nerven und dem Gewebe zuziehen. Quetschungen und innere Verletzungen sind bei den meist starken Befreiungsversuchen der Tiere keine Seltenheit. Der eingeklemmte Teil wird daraufhin nicht ausreichend mit Blut versorgt. So kommt es zu Schäden. Je länger die Katze eingeklemmt ist, desto größer ist das Risiko auf bleibende Schäden. 

Welche Symptome zeigen betroffene Katzen?

Natürlich kann es sein, dass sich die Katzen letztlich selbst aus der prekären Lage befreien können und Ihr das Unglück gar nicht direkt miterlebt. Dennoch kann Eure Katze verletzt sein. Folgende Symptome können auf das Kippfenster-Syndrom deuten: 

  • gelähmte Gliedmaßen
  • kalte Beine durch die verminderte Durchblutung
  • Knochenbrüche im Bereich der Lenden-Wirbelsäule durch Befreiungsversuche
  • verspätete oder gar keine Reaktion auf Berührungen
  • Blutgerinsel in den Bauchgefäßen
  • Schäden der inneren Organe
Graue Katze an offenem Fenster
Sicher ist sicher: Öffnet Eure Fenster zum Lüften lieber ganz, anstatt es zu kippen. Achtet auch darauf, dass es nicht zuknallen und die Katze so verletzen kann.

Was mache ich, wenn meine Katze betroffen ist?

Oft finden Besitzer ihre Katzen eingeklemmt im Fensterspalt vor, weil sich die meisten Tiere nicht alleine befreien können, obwohl sie generell sehr gelenkig sind. Dann gilt es: Vorsichtig, aber zügig befreien, gegebenenfalls erste Hilfe leisten und sofort zum Tierarzt! Dort könnt Ihr schildern, was vorgefallen ist.

Stellt Ihr lediglich die Symptome fest, weil sich Eure Katze selbst befreien konnte, kann der Tierarzt die Diagnose stellen. Durch verschiedene Untersuchungen kann er Brüche, innere Verletzungen und Organschäden ausfindig machen. Je nachdem was der Tierarzt feststellt, kann dementsprechend behandelt werden. Die Prognose hängt von der schwere der Verletzungen ab.

Wie kann ich meine Katze schützen?

Die Lösung, seine Katze zu schützen, ist so einfach und naheliegend wie wirkungsvoll: Entweder solltet Ihr Eure Fenster nicht kippen, sondern sie zum Lüften vollständig öffnen oder die Fenster mit speziellen Sicherungen versehen, die verhindern, dass die Katzen versuchen, durch den Spalt zu schlüpfen. Habt Ihr Sorge, dass Eure Katze durch das geöffnete Fenster abhaut, kann beispielsweise ein spezielles Fensternetz helfen.

Hanna | DeineTierwelt

Contentmanagement & PR

Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

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