Die Sinne der Katzen

Katzen sind die perfekten Jäger. Sie schleichen sich geräuschlos an ihre Beute an und greifen blitzschnell zu. Sie passen gefühlt durch jeden noch so kleinen Spalt und finden sich problemlos auch im Dunkeln zurecht. Doch wie genau funktionieren die Sinne der Katzen eigentlich genau?

Portrait graue Katze mit blauen Augen

Der Sehsinn

Der Sehsinn der Katzen ist sehr gut ausgeprägt. Vor allem bei Dämmerung ist er beispielsweise unserem Sehsinn weit überlegen. Auch das Gesichtsfeld der Katze ist deutlich größer als das unsere. Das heißt, dass sie ohne Drehung des Kopfes mehr erfassen können, als wir. Katzen sehen alles wesentlich heller als wir und dementsprechend passen sich die Pupillen an.

Sicher habt Ihr gleich das Bild der typischen Katzenaugen mit sehr schmaler Pupille im Kopf: Bei starkem Lichteinfall zieht sie sich weitestgehend zusammen und formt sich zu einem schmalen Schlitz. Wird es Dunkel erweitert sich die Pupille, sodass auch der kleinste Lichteinfall optimal genutzt werden kann. So nimmt sie kleinste Bewegungen potenzieller Beute wahr. Durch diese Bewegungen wird gleichzeitig auch die Sicht geschärft.

Übrigens: Katzen verfügen wie beispielsweise auch Hunde über eine Nickhaut, auch drittes Augenlid genannt. Dies dient zum Schutz des Auges. Ist es allerdings dauerhaft sichtbar, solltet Ihr mit Eurem Liebling zum Tierarzt gehen.

Katzenauge

Der Hörsinn

Auch der Hörsinn der Katzen ist sehr gut ausgeprägt. So umfasst er einen sehr großen Frequenzbereich und ist wesentlich empfindlicher als das menschliche Gehör. Der Frequenzbereich umfasst einen Oktave mehr als der unsere. Außerdem empfangen Katzen auch alle Töne im Ultraschallbereich. So können sie beispielsweise sogar eine Maus unterhalb der Erde hören. Probleme bekommen Katzen eher bei tieferen Tönen. Allerdings wird vermutet, dass sie diese zwar nicht hören, aber über Vibrissen – also Tasthaare – an ihren Sohlen wahrnehmen können.

Mit Hilfe von zwölf Muskeln können Katzen ihre Ohren gezielt ausrichten und so Geräusche herausfiltern, die sie dann verstärkt wahrnimmen. Vielleicht habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie eine Katze es schafft, so zielgenau auf ihre Beute zu springen? Der Hörsinn hilft ihr dabei, denn durch ihn kann sie die Beute punktgenau orten. Selbst wenn die Katze schläft ist Ihr Gehör in Nutzung.

Der Riechsinn

Als perfekte Jäger verfügen die Katzen natürlich auch über einen starken Geruchssinn. Der ist für viele Dinge zuständig und entwickelt sich bereits, wenn die Kitten erst wenige Tage alt sind. Er ist wichtig für die Nahrungsbeschaffung und -aufnahme, das Territorialverhalten, zur Identifizierung anderer Lebewesen und vieles mehr.

In der Nase befindet sich eine Riechhöhle, die über 200 Millionen Riechzellen verfügt. Bereits als Kitten entwickeln die Tiere einen eigenen Duft. Die Düfte vermitteln den Katzen wichtige Informationen. Diese werden als Bilder ans Gehirn weitergeleitet und werden länger und intensiver wahrgenommen als die Informationen, die über den Seh- oder Hörsinn aufgenommen werden. Die Gerüche werden von der Katze gespeichert und auch örtlich verbunden. Deswegen haben sie beispielsweise in ihrem Revier bestimmte Ecken, die markiert werden. Diese werden immer wieder überprüft und wenn nötig erneut markiert.

Um ihr Revier zu markieren reiben sie deswegen auch ihren Körper an Gegenständen. Dabei werden Pheromone freigesetzt und so das Revier abgesteckt. Über den Geruchssinn wissen Katzen genau, wenn sich ein vermeintlicher Eindringling in ihrem Revier befunden hat.

Close Up Katzennase und Tasthaare

Der Tastsinn

In der Haut der Katzen befinden sich verschiedene Rezeptoren, über die sie Druck. Berührungen, Temperaturen und auch Schmerz wahrnehmen können. Wie auch viele andere Tiere verfügen Katzen über Tasthaare, den sogenannten Vibrissen. Diese befinden sich über den Augen, an den Wangen und dem Kinn. Außerdem in Form von kleineren Haaren an den Ellenbogen, den Hinterseiten der Beine und den Fußballen. Auch mit ihnen können die Katzen Dinge abtasten und erfühlen. So können sich Katzen auch in völliger Dunkelheit – wenn selbst die guten Augen an ihre Grenzen kommen – sicher durch dunkle Räume bewegen.

Die Vibrissen helfen den Katzen beispielsweise auch dabei, Abstände einzuschätzen. So wissen die Tiere zum Beispiel, ob sie durch einen engen Spalt passen oder nicht. Sie sind tiefer in der Haut platziert als die normalen Haare und von vielen Nerven umgeben. Dementsprechend empfindlich sind sie natürlich auch. Übrigens kann man anhand der Stellung der Vibrissen einiges ablesen: Ist die Katze beispielsweise positiv oder negativ erregt, sind die Schnurrhaare weit gefächert und aufgerichtet.

Der Geschmackssinn

Eng verbunden mit dem Geruchssinn ist auch der Geschmackssinn der Katzen. Über die Papillen – den Geschmacksknopsen – nehmen die Tiere den Geschmack auf. Katzen können zwischen salzig, sauer und bitter unterscheiden. Süßes sollen Katzen nicht erschmecken können. Die Entscheidung, ob die Samtpfote ein Futter mag oder nicht, fällt sie übrigens in erster Linie über den Geruchssinn: Bevor etwas gefressen wird, wird erst einmal ausgiebig geschnüffelt.

Hanna | DeineTierwelt

Contentmanagement & PR

Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

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