Do It Yourself: Katzenfummelbrett selber bauen

Ein Katzenfummelbrett sorgt für Abwechslung im Katzenalltag

Ob jung oder alt, Stubentiger oder Freigänger – Katzen wollen regelmäßig beschäftigt werden und freuen sich über Abwechslung im Alltag. Katzenspielzeug muss jedoch nicht immer teuer im Zoofachhandel gekauft werden, sondern lässt sich häufig aus einfachen Haushaltsmaterialien und mit etwas Fingergeschick zu Hause herstellen. So können sich neugierige und spielfreudige Samtpfoten beispielsweise an einem selbst gebastelten Katzenfummelbrett nach Herzenslust austoben.

Helena Dbalý hat das Katzenfummelbrett erfunden

Activity Board für Katzen
Ein hochwertigeres Fummelbrett

Erfunden wurde das Katzenspielzeug von der Schweizerin Helena Dbalý. Warum, erzählt sie uns selbst: „Ich las, dass jemand seiner Katze Leckerli in eine Eierschachtel legte. Ich probierte das aus. Mein fast 13-jähriger Burmakater Brumli mühte sich damit ab, erbeutete aber kaum ein Leckerli. Er gab rasch frustriert auf. Die Schachtel rutschte immer weg. Beim Zusehen überlegte ich mir, dass ein Mausloch ja auch nicht wegrutscht, sondern sich eigentlich die Maus bewegt. In der Natur bekommen die Tiere das Fressen auch nicht auf Tellern serviert. Sie werden aktiv, wenn sie Beute suchen, erspähen und jagen, bevor sie das Gefangene verspeisen. Deshalb begann ich, die Eierschachtel und weitere Behälter auf einen Karton aufzukleben. Damit rutschte nichts mehr weg und ich konnte gleichzeitig Leckerli-Suchen auf einen gewollten Bereich der Wohnung eingrenzen.“

So kam es, dass Helena Dbalý immer mehr Katzenfummelbretter für ihre Samtpfoten erfand. Um die 60 Stück hat die Schweizerin inzwischen gebaut, sehr zur Freude ihrer Stubentiger, die alle ganz verschiedene Lieblingsmodelle haben.

Katzenfummelbrett selber bauen

„So ein Katzenfummelbrett (wir kürzen es als KFB ab) kann aber eigentlich jeder bauen“, verrät uns die Katzenfreundin. Die Materialien, die dafür gebraucht werden, finden sich in jedem Haushalt. Geeignet für ein erstes Test-KFB sind leere Küchen- und Toilettenpapierrollen, die in verschiedenen Längen schräg stehend anklebt werden. Auf einem Anfängerbrett sollte man noch keine vertikalen Röhren anbringen. Für manche unerfahrene Katze ist es zu schwierig, daraus Leckerli zu angeln. Küchenrollen eignen sich waagrecht gestapelt hervorragend für Fummelpyramiden. In die außen liegenden Rollen können zusätzlich pfotengroße Löcher geschnitten werden. So können die Katzen ihre Leckerlis gut durch die Öffnungen orten und erreichen. Weitere geeignete Module sind harte Waschkugeln aus Plastik und offene Eierschachteln. Kugeln sind bei vielen Katzen sehr beliebt. Darin herum geschobenes Trockenfutter macht auch spannende Geräusche. Wenn man keine Waschkugel hat, kann man sich Fummelkugeln aus „bauchigen“ Flaschen schneiden. Die Eierschachtel (aus Pappe) ist bedingt durch die Form und das Material für viele Katzen jedoch bereits eine große Herausforderung um daraus Leckerli zu angeln.

Der Katze Hilfestellungen geben

Fummelkiste mit Bauklötzen und Leckerlis
Eine Fummelkiste mit Bauklötzen

„Wenn eine Katze nicht sofort anfängt zu fummeln, dann sollte man ihr ein wenig Zeit lassen und auch ein bisschen Hilfestellung geben“, weiß die KFB-Erfinderin und rät: „Seien Sie nicht enttäuscht, falls Ihre Katze das Bastelwerk zuerst ignoriert. Verändern Sie nach einigen Tagen den Standort des Brettes oder wechseln Sie die Leckerlis. Manche Katzen lassen sich tagelang Zeit und beginnen dann doch plötzlich zu fummeln!“

Übrigens kommt in Kürze sogar ein Buch von Helena Dbalý heraus: „Zusammen mit Stefanie Sigl, Verhaltensberaterin (Katze und Hund) und engagierte Katzenbesitzerin, haben wir ein „Spielebuch für Katzen“ (Untertitel: „Spielend durchs Katzenleben“) geschrieben. Es soll im Herbst (Cadmos-Verlag) erscheinen. Dort werden einfach umzusetzende Spielideen beschrieben und Katzenfummelbretter vorgestellt.“

Wer keine Lust zum Basteln hat, der kann seiner Mieze auch eine „Fummelkiste“ zur Verfügung stellen. Helena Dbalý verrät, wie es geht: „Befüllen Sie eine Schale, oder eine grosse Schachtel mit Füllmaterial wie zusammengeknülltem Papier, Flaschenkorken, Tischtennisbällen oder Holzklötzchen und füllen der Katze etwas Leckerli ein, so dass sie danach wühlen kann. Zeigen Sie es Ihr. Katzen sind hervorragende Beobachter und Nachahmer.“

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