Fünf Hunderassen für den Hundesport

Diese Hunde sind richtige Sportskanonen

Gerade sportliche Hundehalter wünschen sich oft einen körperlich belastbaren und energiegeladenen Vierbeiner, mit dem sie sich gemeinsam richtig auspowern können. Bei arbeitstüchtigen Hunderassen wie dem Border Collie oder dem Australian Shepherd ist eine gewisse Sportlichkeit ohnehin eine wichtige Voraussetzung für die artgerechte Haltung. Wenn es vor der Tür keine Schafherde gibt, bei der die Vierbeiner ihr Können unter Beweis stellen dürfen, müssen Herrchen und Frauchen sich nämlich ganz schön ins Zeug legen, um die leidenschaftlichen Hütehunde auszulasten.

Worauf es ankommt, damit Sie und ihr Hund ein sportliches Duo werden und welche Rassen dafür besonders geeignet sind, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Welche Hundesportarten gibt es?

Hundesport ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden, dementsprechend haben sich mittlerweile viele verschiedene Sportarten für Vierbeiner etabliert.

Und es kommen immer wieder neue hinzu, wie zum Beispiel der noch relativ unbekannte Rally Dance. Die Anforderungen an den Vierbeiner unterscheiden sich von Hundesportart zu Hundesportart.

Während Obedience relativ anspruchsvoll ist und viel Konzentration erfordert, können beim Dogdance auch weniger arbeitstüchtige Hunde Erfolge erzielen. Andere beliebte Sportarten für Hunde sind zum Beispiel Dog Frisbee, Canicross und natürlich Agility, der wohl bekannteste Hundesport.

Warum eignen sich manche Hunderassen besser als andere für Hundesport?

Damit es mit dem Hundesport klappt, verfügt der Vierbeiner im Idealfall über einen starken „will to please“, hat also den Wunsch, seinem Menschen zu gefallen. Sehr eigenständige oder dickköpfige Rassen wie die Englische Bulldogge lassen sich meist nur schlecht zum Hundesport motivieren. Hunderassen, die ursprünglich als Arbeitshunde eingesetzt wurden, eignen sich dagegen besonders gut für das Training. Aber natürlich können auch Begleithunde richtige Sportskanonen werden, wenn sie mit Begeisterung bei der Sache sind. Beim Turnierhundesport sind Malteser und Chihuahua aber eher selten anzutreffen.

Die Gesundheit geht vor

Grundsätzlich gilt: Der Hundesport darf auf keinen Fall die Gesundheit des Hundes gefährden oder sogar schädigen. Große und schwere Hunderassen sollten deshalb nur Sportarten ausüben, bei denen die Gelenke nicht durch häufige Sprünge belastet werden. Rassen mit kurzer Schnauze (Molosser) können Probleme mit der Atmung haben und sollten nur im Rahmen ihrer Belastbarkeit trainiert werden.

Wer sich einen Mops anschafft, sollte daher nicht die Absicht haben, ambitionierten Hundesport zu betreiben. Aber natürlich kann auch ein Border Collie durch eine Krankheit oder einen Unfall körperlich so stark eingeschränkt werden, dass plötzlich kein Hundesport mehr möglich ist. Der Hundesport sollte deshalb niemals der einzige Anschaffungsgrund für einen Vierbeiner sein.

Der Hund entscheidet, welcher Sport gemacht wird

Auch bei einem gesunden Vierbeiner kann es vorkommen, dass er einen bestimmten Hundesport nicht ausüben kann. Wenn der Hund keinen Spaß an der Sportart hat, werden auch Sie keine Freude daran haben. Deshalb ist es empfehlenswert, sich nicht bereits am Anfang auf eine Sportart zu versteifen, sondern zunächst herauszufinden, welche Talente der Vierbeiner hat und diese anschließend gezielt zu fördern.

Wenn Obedience nicht das Richtige ist, gilt das nicht zwangsläufig für Agility. Und sollte sich keine der „typischen Hundesportarten“ als passend erweisen, kann der Hund sich vielleicht stattdessen für die Fährtenarbeit begeistern oder wird ein erstklassiger Rettungshund.

Der Hundesport sollte an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Vierbeiners angepasst werden, nicht andersherum.

 

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Border Collie: Intelligente Sportskanone

Sitzender Border Collie Der Border Collie ist wohl die bekannteste Sportskanone unter den Hunden. Bestenfalls kann er seine Leidenschaft zum Hüten ausleben, doch auch im Hundesport machen die meisten Vertreter dieser Rasse eine gute Figur. Der Border Collie lässt sich durch seinen Arbeitswillen zwar gut trainieren, ist aber keinesfalls ein Anfängerhund.

Er braucht viel Auslauf, muss aber ebenso geistig gefordert werden. Entsprechend seiner ursprünglichen Aufgabe kann es bei unzureichender Auslastung dazu kommen, dass der Border Collie plötzlich Dinge hütet, die er eigentlich nicht hüten sollte.

So soll es zum Beispiel schon vorgekommen sein, dass ein Border Collie versuchte Kinder oder Jogger zu hüten. Da ein solches Verhalten nur mühsam wieder abtrainiert werden kann, sollte es natürlich gar nicht dazu erst kommen.

Deshalb ist es besonders wichtig, sich vor der Anschaffung eines Border Collies genau zu informieren und auch mit dem Züchter über die Ansprüche der Rasse zu sprechen. Nicht ohne Grund sitzen im Tierheim auch immer einige Border Collies, die oft vergebens auf ein neues Zuhause warten. Denn bei falscher Haltung werden die Tiere schnell zu vermeintlichen „Problemhunden“.

Wer allerdings auf die körperlichen und geistigen Bedürfnisse des Border Collies eingehen kann, der findet in ihm nicht nur einen erstklassigen Gefährten für den Sport, sondern auch einen tollen Familienhund.

Australian Shepherd: Sportlicher Hütehund

Australian ShepherdDer Name des Australian Shepherds ist ein wenig irreführend: Entwickelt hat sich die Rasse nämlich nicht in Australien, sondern in den USA. Wie der Border Collie ist auch der Australian Shepherd ein intelligenter Hütehund mit viel Energie. Geistige und körperliche Auslastung, gerne in Form von Hundesport, kommt diesem Vierbeiner gerade recht – bestenfalls kann er sein Hütetalent natürlich bei einer Schafherde unter Beweis stellen.

Ob Obedience, Agility oder Dogdance – es gibt eigentlich keinen Hundesport, den man mit dem Australian Shepherd nicht ausprobieren kann. Viel Bewegung und geistige Arbeit sind unverzichtbar, um den Vierbeiner auszulasten. Auslastung bedeutet übrigens nicht, dass der Hund am Ende flach am Boden liegt. Gerade Hunde, die ursprünglich als Arbeitshunde eingesetzt wurden, gehen beim Training bis an ihre Grenzen.

Deshalb ist es wichtig, die Vierbeiner liebevoll zu Pausen zu „zwingen“ und sie nicht immer weiter anzutreiben, weil sie vermeintlich noch Spaß an der Sache haben.

Auch beim Australian Shepherd gilt: Für blutige Anfänger in Sachen Hundehaltung ist der Vierbeiner eher ungeeignet. Wer es trotzdem versuchen möchte, sollte sich umfassend informieren, bestenfalls beim Züchter und bei anderen Australian-Shepherd-Haltern. Wenn er entsprechend ausgelastet wird, ist der Australian Shepherd auch für Familien mit Kindern geeignet.

Shetland Sheepdog (Sheltie): Die kleine Sportskanone

Shetland SheepdogDer Shetland Sheepdog ist auch unter dem Spitznamen „Sheltie“ bekannt und scheint auf den ersten Blick ein zu klein geratener Langhaar Collie zu sein. Ursprünglich wurde er aus Border Collies und Grönlandhunden gezüchtet. Wie seine größeren Verwandten ist auch der Shetland Sheepdog ein Hütehund und hat einen starken Arbeitswillen.

Mit einer Hundesportart lässt sich der Vierbeiner aber gut auslasten. Besonders oft sind Shelties beim Agility anzutreffen, wo sie nicht selten Bestleistungen erzielen. Aber auch für Dogdance oder Obedience kann man die Mini-Version des Collies begeistern.

Mit maximal 37 Zentimetern Schulterhöhe zählt der Shetland Sheepdog noch zu den kleinen Hunden und lässt sich daher auch gut in der Wohnung halten.

Regelmäßiger Auslauf, am besten in einer ländlichen Umgebung, ist natürlich ein Muss für den Vierbeiner.

Deutscher Schäferhund: Sportler mit Einschränkungen

SchäferhundwelpeDer Deutsche Schäferhund ist ein intelligenter Hund, der in vielen Bereichen eingesetzt werden kann.

Nicht umsonst ist die Rasse bei Polizei und Zoll beliebt. Der Deutsche Schäferhund hat einen hohen Bewegungsdrang, der in den meisten Fällen nicht allein durch Spaziergänge befriedigt werden kann. Mit einer Hundesportart wird man dem Vierbeiner schon eher gerecht. Der ursprüngliche Hütehund kann aber auch zum Rettungs-, Lawinen- oder Blindenführhund ausgebildet werden.

Wichtig: Die Rasse gilt anfällig für Gelenkschäden (z. B. für Hüftdysplasie (HD)), daher sollten Sprünge beim Hundesport vermieden werden. Agility dürfen Deutsche Schäferhunde aus diesem Grund auch nur eingeschränkt betreiben. Obedience stellt in der Regel aber kein Problem dar.

Grundsätzlich gilt: Ein Deutscher Schäferhund sollte unbedingt artgerecht und gesund ausgelastet sowie auch geistig gefördert werden. Denn bei falscher Haltung kann der Vierbeiner ganz schnell zu Verhaltensproblemen neigen oder gar zum Beißer werden, wie die Statistik der letzten Jahre leider immer wieder zeigt.

Jack Russell Terrier: Kleine Energiebündel

Jack Russel in TransportboxDer Jack Russell Terrier mag zwar ein kleiner Vierbeiner sein, aber er hat soviel Energie, wie ein ganz großer. Mit so viel Tatendrang sind manche Hundehalter überfordert. Ein schmusiger Begleithund ist der Jack Russell Terrier trotz seiner Größe nämlich nicht, auch wenn gelegentliche Kuschelzeit natürlich nicht fehlen darf.

Der Jack Russell Terrier will und muss sich bewegen, damit er ausgelastet ist. Aber auch stundenlange Spaziergänge werden den Vierbeiner nicht zur Ruhe kommen lassen, wenn er geistig nicht gefordert wird.

Beim Dog Frisbee oder Dog Dance kann der Jack Russel Terrier zeigen, was in ihm steckt.Obedience erfordert eine Konzentration, die dem kleinen Energiebündel manchmal fehlt.

Hier muss individuell entschieden werden, ob der Hund die nötige Ruhe für den Sport mitbringt oder nicht. Im Übrigen hat der Jack Russell häufig einen ausgeprägten Jagdinstinkt, der nicht unterschätzt werden sollte.

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