Grundlegendes zur Kittenpflege & Kittenfütterung

Wer sich Kätzchen nach Hause holt, übernimmt eine Menge Verantwortung. Denn bei der Kittenpflege & Kittenfütterung ist etwas mehr zu beachten, als bei ausgewachsenen Katzen und Katern. Wir verraten ein paar grundlegende Punkte, auf die Ihr achten solltet.

Kittenpflege

Allgemeines

Da junge Kätzchen sehr neugierig sind, sollte man auf jeden Fall die Wohnung katzensicher gestalten, damit den Miezen nichts passiert. Die Grundausstattung für Kitten entspricht im Wesentlichen derer ausgewachsener Katzen.

Spielen & Beschäftigung

Kitten sind nicht nur sehr neugierig sondern auch verspielt. Sie brauchen und wollen in der Regel mehr Beschäftigung, als ausgewachsene oder ältere Samtpfoten. Geeignetes Spielzeug sollte groß genug sein, damit es nicht verschluckt wird und es sollte kein Verletzungspotzenzial aufweisen (beispielsweise sprödes Plastik, spitze Ecken). Zudem muss es natürlich aus einem für Katzen ungiftigen Material bestehen. Doch auch wenn das Katzenspielzeug entsprechend ungefährlich ist, sollte es nicht unbeaufsichtigt herumliegen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Am besten spielt man interaktiv, d.h. der Mensch ist beteiligt. Werft beispielsweise ein Bällchen oder nutzt eine Katzenangel für das gemeinsame Spiel.

Das Spielen mit Händen (oder Füßen) sollte man Kätzchen lieber versuchen abzugewöhnen, da dies zwar bei kleinen Kätzchen nicht weh tut, aber erwachsene Katzen das Verhalten beibehalten oder sogar wenn sie spielen möchten, Hände und Füße angreifen können. Dies kann später teilweise sehr blutig enden.

Fellpflege bei Kitten

Je eher man seine Kätzchen an das regelmäßige Bürsten (und die Gesundheitskontrolle) gewöhnt, desto besser, da viele erwachsene Katzen sich die Pflege sonst nur sehr ungern oder gar nicht gefallen lassen. Im besten Fall sind die Kitten bereits vom Züchter oder dem Vorbesitzer daran gewöhnt worden und Ihr müsst die Fellpflege nur regelmäßig beibehalten.

Konsequente Erziehung

Wenn die Kitten nicht ins Schlafzimmer oder auf den Wohnzimmertisch dürfen, sollte dies konsequent von allen Familienmitgliedern gehandhabt werden. Weder Kätzchen noch Katze verstehen diese Regeln, wenn ständig Ausnahmen gemacht werden.

Hier findet Ihr weitere Informationen zum Katzen- und Kittenkauf oder zur Haltung.

 

Kittenfütterung

Obwohl manche Hauskätzchen viel zu früh abgegeben werden, weil sie bereits entwöhnt sind, ist es wichtig, dass die Kitten mindestens bis zur 12. Lebenswoche bei Mutter und Geschwistern bleiben. Dies ist vor allem für die Entwicklung des Sozialverhaltens wichtig. Seriöse Züchter geben ihre Kätzchen deshalb in der Regel zwischen der 12. und 16. Woche ab. Zu diesem Zeitpunkt haben die kleinen Racker schon einiges kennengelernt und sind teilweise bereits auf ein Futter bzw. eine Fütterungsmethode eingestellt. Bei der Kittenpflege & Kittenfütterung muss deshalb beachtet werden, dass man möglichst einige dem Kitten bereits bekannte Gewohnheiten übernimmt – beispielsweise das Kittenfutter.

Welche Kittennahrung ist die richtige?

Am besten bekommt ein Kätzchen, wenn man es zu sich holt, zuallererst das Futter, was es gewöhnt ist, da eine Umstellung sehr langsam und graduell erfolgen sollte.

Darüber hinaus brauchen Kitten grundsätzlich eine kalorienreiche Ernährung, die viel Protein enthält. Auch benötigen sie teilweise andere Fettsäuren, Vitamine und Mineralien. So wird unter anderem zur optimalen Entwicklung des Skeletts mehr Kalzium empfohlen, wobei andererseits ein Überschuss an Vitamin A zu Skelett-Verletzungen, insbesondere Auswüchsen der Halswirbel, führen kann. Es gibt spezielle Kittenfutter, deren Zusammensetzung das Kätzchen im ersten Lebensjahr bei der Entwicklung unterstützen soll. Da jedoch die Qualitätsunterschiede im Futter sehr unterschiedlich sind und es mittlerweile auch mehr Fütterungsmethoden als Trocken- oder Nassfutter gibt, solltent Ihr im Einzelfall immer Rücksprache mit dem Vorbesitzer, Züchter oder Tierheim bzw. auch mit Eurem Tierarzt halten. Insbesondere wenn Ihr Euch für die Rohfütterung entscheidet, gilt es die einzelnen Bestandteile genau anzupassen.

Wie häufig füttern?

Kleine Kätzchen können noch nicht so viel Nahrung auf einmal zu sich nehmen und benötigen bis zum Alter von fünf bis sechs Monaten etwa fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt oder Trockenfutter zur freien Verfügung (hierauf solltet Ihr jedoch verzichten, wenn Ihr einen kleinen Gierschlund daheim haben, der gerne mal mehr frisst, als er sollte). Trockenfutter kann beispielsweise hilfreich sein, wenn man berufstätig ist und das Kätzchen sonst einige Stunden auf sein Futter warten müsste. Allerdings ist hochwertiges Trockenfutter sehr schwer zu finden und wird von vielen Katzenhaltern grundsätzlich als ungeeignet betrachtet. Alternativ könnt Ihr einen Futterautomaten nutzen, der entsprechende Rationen ausgibt (insbesondere bei sehr gierigen Kitten zu empfehlen). Diese gibt es auch mit Kühlakkus, wodurch man sie auch zur reinen Nassfutterfütterung verwenden kann, wenn man tagsüber außer Haus ist.

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