Hundefutter Test 2015 von Stiftung Warentest: Das steht wirklich drin

Discounter-Hundefutter statt hochwertige Zutaten?

Jeder, der sich mit dem Thema Hundefutter beschäftigt, stellt früher oder später fest, dass es ein heiß diskutiertes Thema ist. Ob BARF, Trocken- und Nassfutter, selbst kochen oder sogar vegetarisch – die Meinungen sind so unterschiedlich, wie die Halter und ihre Hunde. Nur bei einem scheinen sich mittlerweile immer mehr Hundehalter einig zu sein: Hochwertig sollte das Futter sein und viel frisches Fleisch enthalten. Nebenprodukte und Zusatzstoffe sind hingegen unerwünscht.

Stiftung Warentest hat uns mit dem kürzlich erschienenen Hundefutter Test 2015 etwas anderes gelehrt. Rund 30 Nassfutter testete die „deutsche Verbraucherorganisation“, wie die durch einen Beschluss des Bundestages gegründete Stiftung bei Wikipedia beschrieben wird.

Das Ergebnis prangt schon auf dem Titelcover der März Ausgabe „Jedem zweiten Feuchtfutter fehlen wichtige Nährstoffe“, heißt es da. Unglaubliche 15 Futtermittel seien laut Stiftung Warentest „mangelhaft“. Darunter auch einige Nassfutter, die wir im Hundefutter Test 2014 mit „gut“ bis „sehr gut“ bewerteten.

 

Wie aussagekräftig ist der Hundefutter Test 2015 wirklich?

Lagen wir und die vielen Hundehalter, die diese Futtermittel empfohlen haben, falsch? War unser Test nicht umfassend genug? Sind die von Stiftung Warentest mit „sehr gut“ bewerteten Futter von Discountern und Supermarktketten wirklich besser?

Um das zu überprüfen, haben wir uns den Hundefutter Test 2015 ganz genau angesehen. Wir haben die von Stiftung Warentest getroffenen Aussagen einzeln überprüft, nachrecherchiert und nachgerechnet. Das Ergebnis: Der Test ist nicht grundlegend falsch, hat das Thema aber unserer Meinung nach zu einseitig beleuchtet.

Zwischen den Testresultaten finden sich immer wieder allgemeine Aussagen zum Thema Hundefutter, die viel Raum für Interpretationen und Diskussionen bieten. Auch Stiftung Warentest kennt nicht die eine richtige Antwort zum Thema artgerechte Hundeernährung. Zudem enthält der Artikel einige belegbare Falschaussagen …

 

10 Aussagen vom Stiftung Warentest Hundefutter Test 2015

Seite 2: Vitamin B1 Bedarf

Seite 3: Linolsäure Bedarf

Seite 4: Getreide ist kein Problem

Seite 5: Muskelfleisch muss nicht sein

Seite 6: Vitamin B1 nur als Zusatzstoff

Seite 7:  Horn, Borsten, Haare dürfen nicht zu Futtermitteln verarbeitet werden

Seite 8: Aromen und Geschmacksverstärker sind nicht üblich

Seite 9: Zucker wird nicht ins Futter gegeben

Seite 10: Getreide ist als Zutat geeignet

Seite 11: Konservierungsstoffe sind überflüssig

 

Fazit: Discounter Hundefutter statt hochwertige Zutaten?

Seite 12: Hier finden Sie unser Fazit zum Stiftung Warentest Hundefutter Test 2015

Seite 13: Quellen

Aussage 1: Vitamin B1 Bedarf

„Im Test fehlte es mehreren Futtern vor allem an Vitamin B1. (…) Der Modellhund braucht rund 0,6 Milligramm Vitamin B1 am Tag.“ (Stiftung Warentest, test 3/2015, Seite 71)
Stiftung Warentest definierte den Modellhund als mäßig aktiv, 15 Kilogramm schwer und berechnete, dass er rund 720 kcal am Tag benötigen würde. Als Quelle für die Bedarfszahlen nannte die Stiftung Warentest die Norm des amerikanischen National Research Council (NRC 2006) und die der FEDIAF (2013).

 

Allerdings bezieht sich die Empfehlung von 0,56mg Vitamin B1 (Thiamin) des National Research Council auf einen 15kg schweren Hund, der 1000kcal pro Tag aufnimmt. Stiftung Warentest ging jedoch nur von 720 kcal täglich aus. Demnach ergäbe sich laut der amerikanischen Empfehlung ein Mindestbedarf von nur 0,4mg statt rund 0,6mg Vitamin B1 pro Tag für den Modellhund.

Auch Jürgen Zentek und Helmut Meyer kommen in ihrem Werk „Ernährung des Hundes, Grundlagen – Fütterung – Diätetik“ auf einen geringeren Tagesbedarfswert für das wasserlösliche Vitamin: „Der Bedarf des Hundes an Vitamin B1 hängt in hohem Maße vom Stoffumsatz sowie von der Zusammensetzung des Futters ab. (…) Der Bedarf nimmt auch mit steigendem Kohlenhydratanteil in der Nahrung zu. Während sich in den meisten Untersuchungen eine tägliche Zufuhr von 20ug Vitamin B1/kg KM – auch unter belastenden Bedingungen – als ausreichend erwies, scheint bei Junghunden und Zuchttieren der Bedarf höher zu liegen.“

Rechnet man die empfohlenen 20ug um, erhält man einen Tagesbedarf von nur 0,3mg Vitamin B1 (20ugx15 = 300ug = 0,3mg).

Da die genauen Ergebnisse der einzelnen Nährstoffanalysen nicht veröffentlicht wurden, lässt sich leider nicht prüfen, wie viel Vitamin B1 tatsächlich in den Proben der untersuchten Futtermittel enthalten war.

Zudem hätte der Wert des Thiamins mit dem Kohlenhydratanteil im Futter verglichen werden müssen, da Kohlenhydrate als „Vitamin B1 Hemmer“ gelten. Ob dies im Test beachtet wurde, ist anhand des Artikels nicht ersichtlich.

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10 Aussagen vom Stiftung Warentest Hundefutter Test 2015

Seite 3: Linolsäure Bedarf

Seite 4: Getreide ist kein Problem

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Fazit: Discounter Hundefutter statt hochwertige Zutaten?

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Aussage 2: Linolsäure Bedarf

„Es gibt gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Eine besonders wichtige ungesättigte ist die Linolsäure: Rund 3 Gramm benötigt unser Modellhund am Tag für Leber, Haut und Fell. (…) Fünf Futter enthielten deutlich zu wenig.“ (Stiftung Warentest, test 3/2015, Seite 71)

Zwar stimmt der Bedarfswert von „rund 3 Gramm“ pro Tag (errechnet 2,7g). Allerdings ist der Hund aufgrund entsprechender Enzyme in der Lage aus Linolsäure Arachidonsäure und Dihomo-y-Linolensäure zu bilden. „Liegen diese Umwandlungsprodukte der Linolsäure, die vorwiegend in tierischen Fetten vorkommen, in der Nahrung vor, so geht der Bedarf an Linolsäure zurück.“, wie Jürgen Zentek und Helmut Meyer in ihrem Buch schreiben.

Das heißt, die untersuchten Futter hätten ebenfalls auf Arachidonsäure und Dihomo-y-Linolensäure geprüft werden müssen, um festzustellen, ob ein Futter dem Hund wirklich zu wenig Linolsäure bietet. Ob Stiftung Warentest die entsprechenden Umwandlungsprodukte beachtet hat, geht aus dem Test leider nicht hervor.

>>> weiter auf Seite 4

 

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Aussage 3: Getreide ist kein Problem

„Der Haushund wurde vor mehr als 15 000 Jahren domestiziert. (…) Er kann Stärke besser verdauen als sein Urahn – Getreide ist für ihn kein Problem.“ (Stiftung Warentest, test 3/2015, Seite 73)

Tatsächlich fanden schwedische Forscher heraus, dass Hunde, im Gegensatz zum Wolf, Gene entwickelt haben, mit denen sie Stärke besser verdauen können. Dennoch leiden immer mehr Hunde unter Futtermittelunverträglichkeiten. Laut unserer Hundefutter Umfrage sogar jeder sechste Vierbeiner. Am häufigsten treten Allergien oder Unverträglichkeiten im Zusammenhang mit Getreide auf (37 Prozent).

Zudem beeinflusst Stärke die Verdaulichkeit von Proteinen. Hierzu schrieben Jürgen Zentek und Helmut Meyer in „Die Ernährung des Hundes“: „Gut verdauliche Stärken aus Reis oder Haferflocken senken die Proteinverdaulichkeit im Dünndarmbereich um bis zu 5%, schwer verdauliche dagegen um bis zu 20%, (…)“

Die Aussage, Getreide sei kein Problem, ist deshalb unserer Meinung nach zu stark pauschalisiert.

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Aussage 4: Muskelfleisch muss nicht sein

„Edles Filet und Muskelfleisch müssen nicht sein. Wünschenswert sind vor allem Nebenprodukte vom Schlachten wie Leber, Herz und Innereien.“ (Stiftung Warentest, test 3/2015, Seite 73)

Zum einen sind Leber und Herz Innereien, zum anderen sollte die Mischung stimmen. Innereien bieten viele wichtige Nährstoffe und sind sehr eiweißreich – aber auch Fleisch weist eine optimale Zusammensetzung der Aminosäuren auf.

Jürgen Zentek und Helmut Meyer empfehlen deshalb: „Eine überhöhte, einseitige Verfütterung dieser Organe ist aus ähnlichen Gründen wie beim Muskelfleisch falsch und bei der Leber auch infolge der hohen und zudem stark schwankenden Gehalte an Vitamin A, evtl. auch an Kuper, nicht risikolos (…).“

Ein Futter sollte also möglichst ausgewogen sein, um den Hund optimal zu versorgen. Zudem handelt es sich zwar bei Innereien um „Nebenprodukte“, allerdings könnten auch Schweineborsten oder Federn Nebenprodukte vom Schlachten sein… (Siehe Aussage 6)

>>> weiter auf Seite 6

 

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Seite 8: Aromen und Geschmacksverstärker sind nicht üblich

Seite 9: Zucker wird nicht ins Futter gegeben

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Redaktion

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11 Kommentare
  1. Das ist leider ein gängiges Problem der Tests von Stiftung Warentest:
    Anstatt konkrete Messwerte, Daten und Fakten zu veröffentlichen, werden diese auf undurchschaubare Weise (willkürlich?) auf einige wenige Noten-Bewertungen reduziert. (Welche dann wiederum mit einer eher willkürlichen Gewichtung zu einer Gesamtnote verrechnet werden.)

    Wenn man mal ein paar Tests zu Themen gelesen hat, bei denen man tiefergehendes Wissen hat, dann macht man um den ganzen Verein lieber einen großen Bogen. – Meine Meinung jedenfalls….

    1. die Test sind vollkommener Unfug! Zucker ist ebenso heimlich drinnen und schon vor 15 Jahren und Alles mögliche an Zusatz Stoffen. Es gibt Untersuchungen an der Tier Uni Klinik München schon damals, privat von den Studenten mit Hilfe des Professors durch geführt. Weiß jeder der an einer Uni Tier Klinik je war, was für ein Schrott im Hundefutter in der Regel ist. Die Probleme sind überall heute zufinden, weil das Futter durch die US Konzerne immer schlechter wird, inklusive Gen Mais usw.

  2. Es ist für mich sowieso nicht nachvollziehbar, wie man Hunden oder Katzen diese Abfallprodukte füttern kann in denen kaum Fleisch enthalten ist. Füttere ich ein wirklich hochweriges Futter, kann ich das Tier auch Barf ernähren. Schade das viele TIerhalter lieber ihr Geld zum Tierarzt tragen als sich mal vernünftig mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen. Zudem bedenklich das nachweislich schlechtes Futter noch immer im Handel angeboten werden darf.

  3. Zitat: >Offenbar hat Stiftung Warentest in dem Hundefutter Test 2015 allein die Nährstoffgehalte betrachtet…………Stiftung Warentest definierte den Modellhund als mäßig aktiv, 15 Kilogramm schwer und berechnete, dass er rund 720 kcal am Tag benötigen würde…..
    ….Allerdings bezieht sich die Empfehlung von 0,56mg Vitamin B1 (Thiamin) des National Research Council auf einen 15kg schweren Hund, der 1000kcal pro Tag aufnimmt. Stiftung Warentest ging jedoch nur von 720 kcal täglich aus. <

    Stiftung Warentest hat die metabolische Körpermasse des Modelhundes zugrunde gelegt. (In der Ernährungslehre wird der Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes nicht mit seinem Körpergewicht, sondern seiner metabolischen Körpermasse berechnet. Bei der Berechnung der metabolischen Körpermasse wird das Körpergewicht mit 0,75 potenziert.)
    Stiftung Warentest hat errechnet, dass ein ausgewachsener und schlanker Hund täglich etwa 95 kcal (Kilokalorien) pro kg0,75 benötigt.

    Es würde den Rahmen sprengen, das gesamte Statement hier zu kommentieren.
    Fazit: Hundehalter können jetzt entscheiden, ob sie ein teures Hundefutter kaufen oder ein Alleinfuttermittel, das seinem Namen gerecht wird.

  4. Leider ist ihr noch schlechter und vor allem falsch. Nach NRC 2006 ist der Mindestbedarf für einen 15 ´kg Hund definiert als 15 kg ^0,75 * 75 µg. Bei Welpen und wachsende Hunde wird auf Grundlage der Energiemenge bezogen auf 1000 kcal gerechnet. Somit ist der einzig mir bekannte Wert (Mindest- NRC sind immer Mindestwerte) exakt bei 564 µg.
    Linolsäure gleicher Rechengang 2744 mg.
    Zum Meyer/Zentek B1 ist richtig was sie zitieren, allerdings Steht auch in Tabelle 4.21 empfohlen bei Hunden im Erhaltungsstoffwechsel 38 µg je Kg KM = 570 µg. Und die Linolsäure waren sie nicht mal in der Lage richtig abzuschreiben im Meyer/Zentek, Bedarf des Hundes im Erhaltungsstoffwechsel beträgt 180 mg je Kg KM was dann 2700 mg ergibt. Auch ist es mir unverständlich warum sie die Sätze verdrehen Zitat aus Meyer/Zentek Seite 92 “Die Essenzialität der Linolsäure wird durch die Doppelbindung in der n-6-Stellung bedingt. Der Hund ist im gegensatz zur Katze in der Lage, durch entsprechende Enzyme u.a. in der Leber (nicht in der haut) die Kette zu verlängern und zu desaturieren, sodass die Dihomo-y-Linolensäure (DHG, C20:3, n-6) und Arachidonsäure (C20:4, n-6) entstehen.” dH die Linolsäure ist essentiell und aus dieser wird DHG uns Arachidonsäure produziert.
    Sie schreiben „Allerdings ist der Hund aufgrund entsprechender Enzyme in der Lage, Linolsäure aus Arachidonsäure und Dihomo-y-Linolensäure zu bilden.“ Es ist umgekehrt. Sie sollten jemanden schreiben lassen der etwas Ahnung von der Materie hat.

    1. Hallo Bernhard,

      vielen Dank für die guten Hinweise. Leider ist uns beim Abschnitt über die Linolsäure ein Wortstellungsfehler unterlaufen, der den Sinn verfälscht hat. Das “aus” gehört natürlich vor die Linolsäure. Ergo, der Hund ist in der Lage, “aus Linolsäure Arachidonsäure und Dihomo-y-Linolensäure zu bilden.” Ich habe dies umgehend korrigiert – nochmals vielen Dank für den Hinweis. Der Hinweis, dass der Linolsäurebedarf im Erhaltungsstoffwechsel bei 2700mg liegt, ist natürlich richtig – dies geben wir ja auch mit 2,7g an.

      Bzgl. der Vitamin B1-Werte haben wir uns auf die Tabelle des National Research Councils bezogen, die u.a. in der Broschüre “Your Dog´s Nutritional Needs” zu finden ist und auf die Tabelle der FEDIAF vom Juli 2013 (Links sind auf Seite 13 bei den Quellenangaben zu finden). Diese geben jeweils den Mindestbedarf Thiamin für einen erwachsenen Hund (Adult) mit 0,56mg an, allerdings beziehen sie sich auf einen 15kg (bzw. 33 Pounds) schweren Hund, der 1000 kcal am Tag aufnimmt (“Daily needs for an adult dog weighing 33 pounds, consuming 1,000 Calories per day”, Your Dog´s Nutritional Needs, S.7) bzw. auf 1000kcal der umsetzbaren Energie (“Unit per 1000kcal of metabolizable energy”, Fediaf, S. 16). Wenn der Hund nun 280kcal (knapp 300 bis 400g bei einigen getesteten Futtermitteln) mehr zu sich nehmen würde, würde er entsprechend auch mit mehr Vitamin B1 versorgt werden.

  5. Ich habe wegen der Berechnung des tatsächlichen Vitamin B1-Bedarfs der Hunde bei der Stiftung Warentest angefragt und folgende Antwort bekommen:

    “Bezüglich Ihrer Frage zum Bedarf an Vitamin B1 teilen wir Ihnen mit, dass wir die Bedarfszahlen den Normen NRC 2006 und Fediaf 2013 für unsere Bewertung zugrunde gelegt haben. Wichtig ist, dass bei diesen Tabellen auch die Fußnoten zu berücksichtigen sind. Diese besagen, dass die Relationen von Nährstoffen zu Energie an die Energieaufnahme angepasst werden müssen. Übersetzt bedeutet das: Nur weil unser Modellhund weniger Energie benötigt, braucht er nicht auch weniger Vitamine. Die direkte Umrechnung funktioniert daher nicht. Der Tagesbedarf an Vitamin B1 für unseren Modellhund ist von uns korrekt mit 0,6 mg angegeben.”

    Nach meiner Ansicht ist die Darstellung der Stiftung schlüssig nachvollziehbar und die Berechnung des B!-Bedarfs im Test korrekt.

    Trotz ihr 10 Kritikpunkte, über die man im Einzelfall diskutieren kann, ist ihre Auseinandersetzung mit dem Testergebnis der Stiftung wohltuend sachlich. Sie scheinen mir hier eine relativ seltene Ausnahme zu sein, wenn man die teils unflätigen Beschimpfungen in den diversen Foren anschaut.

    Adolf Kraßnigg

    1. Hallo Herr Kraßnigg,

      vielen Dank für Ihren Kommentar sowie für Ihre tollen Nachforschungen und Bemühungen. Wir haben, nachdem wir Ihren Beitrag gelesen haben, noch einmal die Tabellen und Dokumente geprüft. Leider konnten wir in den uns vorliegenden Quellen keine entsprechende Fußnote finden (über die Links auf Seite 13 kann man sich die Tabellen der Fediaf 2013 und der NRC Broschüre ansehen). Lediglich die bereits im vorherigen Kommentar zitierten Fußnoten (sowie Hinweise zu den Spalten der Welpenangaben), sind aufgeführt.

      Allerdings, das sieht man unter anderem an den zitierten Empfehlungen von Meyer/Zentek, gibt es – je nach Quelle – Unterschiede für die Bedarfswerte und empfohlenen Nährstoffgehalte. Eine Aussage, welche Werte jetzt die richtigen/ultimativen/korrekten sind (0,3mg Meyer/Zentek; 0,56mg Berechnung laut Stiftung Warentest, 0,4mg unsere Berechnung unter Berücksichtigung der Energieaufnahme), können und wollen wir mit unserem Artikel aber nicht treffen. Dafür ist das Thema Hundeernährung zu komplex und bietet, wie bereits in diesem Fall zu sehen, zu viele Ansätze. Wir versuchen lediglich die verschiedenen Quellen zu beachten und möglichst umfassend aufzuklären.

      Demnach haben wir ja auch mehrfach in diesem Artikel angegeben (wie Sie ebenfalls schrieben), dass es viele Aussagen der Stiftung Warentest gibt, die eine Diskussionsgrundlage bieten, aber nicht grundlegend falsch sind.
      Vor allem hätten die Angaben von Stiftung Warentest jedoch in vielen Punkten ausführlicher sein können, um den Verbraucher wirklich aufzuklären (bspw. beim Vitamin B1-Gehalt eine weitere Quelle, ggf. die tatsächlich im Labor analysierten Werte, die Angabe, ob der Kohlenhydratgehalt hierbei beachtet wurde). So weiß man als Leser jedoch gar nicht, wie viel Vitamin B1 nun tatsächlich in den Futtermitteln steckte, die mit mangelhaft bewertet wurden und angeblich zu wenig Thiamin aufwiesen.

      Darüber hinaus freut es uns aber sehr, dass Sie sich so intensiv mit dem Thema und dem Artikel beschäftigt haben und die Sachlichkeit in diesem Beitrag positiv bewerteten. Allgemein kann natürlich jeder zu diesem Thema seine Meinung haben, aber Beschimpfungen schaffen hier weder Klarheit noch Aufklärung. Und als Redaktion ist es uns natürlich sehr wichtig, unsere Informationspflicht auszuüben und die verschiedenen Quellen/Meinungen abzubilden 🙂

      Viele Grüße
      Jessica Walther

  6. Finde ich klasse, daß Ihr mal ‘aufdröselt’ was hinter dem Ergebnis von Stiftung Warentest steckt. Ich fand das Ergebnis sofort merkwürdig und hatte mir schon gedacht, daß deren Kriterien nicht den meinen entsprechen. Ein Hund braucht gesunde, natürliche und artgerechte Nahrung. Ich denke nicht, daß sich z. Bsp. ein Dingo in Australien von Getreide, Zucker und künstlichen Zusatzstoffen ernährt.

  7. Ja dazu muss ic sagen bin echt baf denn ohne euere Tests würde wir uns heute echt ärgern macht weiter so ich freue mich schon auf die weiteren Tests von euch einfach klasse .Ich würde mich freuen wenn ich bald Tests von anderen Produkte finde.

    Bis dahin bleibe weitere euer Lesekunde.

    Grüße Martin

  8. Hey ein echt toller Beitrag. Viele glauben immer alles, was bei Stiftung Warentest geschrieben wird und deshalb finde ich es gut, dass ihr diverse Aspekte hinterfragt und der Sache auf den Grund geht. Das gibt euren Lesern wichtige Denkanstöße.

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