Kaninchenkrankheiten: Myxomatose – Kaninchenseuche/Kaninchenpest

Die zur Familie der Pockenviren gehörende Myxomatose, ist eine der bekanntesten und gefährlichsten Viruserkrankungen bei Kaninchen und wird auch Kaninchenpest oder Kaninchenseuche genannt. Die Krankheit ist extrem ansteckend. Bis zum Ausbruch der Myxomatose dauert es erfahrungsgemäß drei bis neun Tage. Ursprünglich stammt das Virus aus Südamerika, mittlerweile ist es aber auch in Europa verbreitet.

Wie infiziert sich das Kaninchen mit Myxomatose?

Infiziert werden die Langohren durch Insekten (zum Beispiel Mücken, Fliegen und Flöhe) oder verunreinigtes Futter. Da das Insektenvorkommen in warmen und feuchten Monaten besonders hoch ist, tritt Myxomatose zu diesen Zeiten vermehrt auf.

Innerhalb einer Kaninchengruppe kann das Virus von Tier zu Tier übertragen werden, deshalb muss ein erkranktes Tier umgehend von seinen Artgenossen separiert werden. Menschen und andere Haustiere erkranken zwar selbst nicht, können Kaninchen aber mit dem Virus infizieren, wenn sie beispielsweise mit kontaminiertem Futter oder bereits erkrankten Kaninchen Kontakt hatten. Auch wildlebende Kaninchen können erkranken, in vielen Gebieten solltet Ihr deshalb kein frisches Grünfutter sammeln.

Was sind typische Symptome bei Myxomatose?

Erste Anzeichen für Myxomatose sind gerötete oder geschwollen Augen, Atembeschwerden und kleine pustel- oder knotenartige Hautveränderungen (Ödeme). Auch Mund, Nase und Ohren können anschwellen, dasselbe gilt für die Afterregion und den Genitalbereich des Kaninchens. Vermehrter Augenausfluss wird von vielen Haltern zunächst für das erste Anzeichen einer Bindehautentzündung gehalten, kann aber ebenfalls auf Myxomatose hinweisen.

Diagnose von Myxomatose durch den Tierarzt

Ist das Kaninchen nicht gegen Myxomatose geimpft und zeigt die oben beschriebenen Symptome, reichen diese in der Regel für eine Diagnose aus. In manchen Fällen kann der Tierarzt weitere Untersuchungen, zum Beispiel eine Überprüfung der Blutwerte, durchführen und die Erkrankung auf diese Weise feststellen.

Verlauf und Behandlung von Myxomatose

Erkrankte Tiere werden häufig, aber nicht immer erfolgreich, mit Antibiotika behandelt. Eine spezielle Behandlung bei Myxomatose gibt es nicht. Bei einem leichten Verlauf kann die Krankheit vollständig ausheilen, dies ist jedoch eher selten. Schwere Verläufe der Kaninchenpest enden meist mit dem Tod des Kaninchens. Bei Verdacht auf Myxomatose solltet Ihr deshalb in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen.

Wie Ihr Euer Kaninchen vor Myxomatose schützen könnt

Die beste und einzige Methode Euer Kaninchen zuverlässig vor der gefährlichen Myxomatose zu schützen, stellt die halbjährliche Impfung dar. Wird Euer Kaninchen zum ersten Mal gegen Myxomatose geimpft, muss eine Grundimunisierung durchgeführt werden. Danach genügt es die Impfung halbjährlich aufzufrischen.

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Redaktion

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3 Kommentare
    1. Hallo Simone,

      nein, Myxomatose ist eine reine Kaninchenkrankheit. Menschen oder andere Tiere sind davon nicht betroffen, da der Virus wirtsspezifisch ist. Der Fuchs kann sich also nicht anstecken und selbst erkranken.

  1. Guten Tag,

    ich musste heute morgen ein kaninchen (wildkaninchen) von der straße retten , da dieses alleine dort nicht weg gekommen wäre, musste ich es hoch heben . Anschließend habe ich meine hände gewaschen u desinfiziert- besteht dennoch die gefahr einer ansteckung meiner haustiere? (2kaninchen in außenhaltung)

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