Leben mit Katzensenioren – Das solltet Ihr beachten

Nicht nur die Humanmedizin sondern auch die Tiermedizin erzielt immer mehr Fortschritte. Das trägt dazu bei, dass auch unsere Tiere immer älter werden.
Katzen können ein Alter von 15 Jahren oder mehr erreichen und viele sind auch noch bis ins hohe Alter sehr agil. Wir haben ein paar Tipps für Euch, was Ihr bei Euren Katzensenioren beachten solltet und wie Ihr sie im Alter richtig verwöhnen könnt.Schlafende graue Katze zum Artikel Katzensenioren

  • Ihr macht Eurer Katze keine Freude damit, wenn Ihr einen jüngeren Artgenossen dazu holt. Ältere Katzen wollen nicht mehr so wild spielen und sind schnell genervt.
  • Wenn Eure Katze den regelmäßigen Freigang gewöhnt ist, dann belasst es auch dabei. Sie möchten auch im Alter ihr Revier noch erforschen und verteidigen. Ihr werdet vielleicht beobachten, dass die Kontrollgänge weniger werden, aber lasst sie selbst entscheiden.
  • Katzensenioren brauchen mehr Schlaf. Stellt viele gemütliche Plätze zur Verfügung und achtet darauf, dass diese immer gut zu erreichen und sauber sind.
  • Da der Geschmackssinn einer älteren Katze nicht mehr ganz so gut ist, werden Katzensenioren etwas anspruchsvoller im Alter. Verwöhnt sie mit hochwertigem Futter und ihren Lieblingsleckerlies.
  • Der Stoffwechsel im Alter verändert sich. Alte Katzen werden – wie auch viele ältere Menschen – immer dünner, kleiner und zierlicher. Achtet auf eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Proteinen und Vitaminen.
  • Nehmt Euch Zeit für Euren Stubentiger und genießt jede Minute. Viele werden im Alter schmusebedürftiger und genießen die Nähe ihres Besitzers.

Spielen mit einem Senioren

Es wird oft gesagt, dass alte Katze nicht mehr spielen wollen. Das kommt jedoch immer ganz individuell auf die Katze an. Im Schnitt haben ältere Katzen immer noch genauso einen spielerischen Jagdtrieb wie ihre jüngeren Artgenossen, können vielleicht nur nicht mehr so hoch springen und klettern. Jedoch wollen sie trotzdem beschäftigt werden. Denkt Euch kleine Aufgaben aus, die Eure Katze lösen muss. Versteckt ihre Lieblingsleckerlies in der Wohnung oder spielt mit ihrem Lieblingsspielzeug. Findet heraus, womit Ihr Eure Katze auch noch im Alter begeistern könnt.

Vorbeugung von Krankheiten

Da ältere Katzen anfälliger für Krankheiten sein können, solltet Ihr regelmäßig einen Tierarzt aufsuchen. Ein jährlicher Blutcheck, in Verbindung mit der Impfung sorgt dafür, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Eine Röntgenaufnahme gibt Aufschluss darüber, ob Eure Katzen möglicherweise schon Arthrose in den Gelenken oder auch im Rücken hat und diese gegebenenfalls Schmerzen erzeugt. Sollte Euch Eure Katze aber schon vorher komisch vorkommen, sucht frühzeitig einen Tierarzt auf und lasst sie untersuchen.

Unsauberkeit

Manche Katzen werden im Alter unsauber. Dies machen sie aber nicht um Euch zu ärgern, sondern weil sie nicht anders können. Manchmal schaffe sie es nicht mehr rechtzeitig auf die Katzentoiletten oder kommen gar nicht erst hinein, weil der Einstieg zu hoch ist. Andere wiederum sind verwirrt und haben vielleicht vergessen wo ihre Toilette steht, denn auch Katzen können dement werden. Solltet Ihr Euch nicht sicher sein, dann lasst den Urin Eurer Katze untersuchen, um mögliche Krankheiten ausschließen zu können.

Beständigkeit

Habt Ihr eine ältere Katze im Haus, nehmt nicht mehr allzu viele Veränderungen vor. Die Sinne eines Seniors lassen nach und auch der Hör– und Sehsinn funktioniert im Alter nicht mehr ganz so gut. Durch den verminderten Sehsinn lässt auch das Sehvermögen im Dunkeln nach. Manche Katzensenioren fangen dann an, nachts zu schreien. Um sie hier zu unterstützen, stellt ein kleines Nachtlicht auf, damit Eure Katze den Weg in der Wohnung findet.

Verwöhnt Eure Katze auch im Alter nochmal so richtig – sie wird es Euch danken. Alte Tiere geben so viel Liebe zurück und freuen sich, über die Nähe und Fürsorge ihrer Besitzer.

Kyra Vivian
Kyra Vivian

Redakteurin bei DeineTierwelt, Tiermedizinische Fachangestellte und Hunde - und Katzenmama.

3 Kommentare
  1. Unsere Gina (SiamMix mit Katznschnupfen seit jeher) wird jetzt 16.
    Sie war schon immer sehr ruhig, ging nur ungern ins Freie und hat auch schon immer viel geschlafen.
    Jetzt hatte sie einen epileptischen Anfall und ist noch matter als sonst. Die Tierärzte haben schon alles abgecheckt:
    Blut ist nicht so toll , schaut nach Tumor aus. Beim Untraschall und CT konnte aber kein Tumor gefunden werden.
    Jetzt bin ich auf Galactose gestoßen. Der Einfachzucker soll das Hirn wieder fit machen. Ist Glactose für Katzen verträglich oder gefährlich?

    1. Liebe Iris, es ist fragwürdig, ob ein Einfachzucker das Gehirn wieder fitter machen kann. Die Frage ist natürlich auch, ob der epileptische Anfall vom Gehirn kommt. Epileptische Anfälle können ja viele Ursachen haben. Wenn das Blut nicht so gut aussieht, ist die Frage, ob da vielleicht eher etwas behandlungswürdig ist. Katzen brauchen hochwertige Proteine und so gut wie keinen Zucker in der Nahrung. Eventuell könnte Deine Katze davon Durchfall kriegen. Bei einer Katze die eh schon so angeschlagen ist, sollte man das Risiko eher nicht in Kauf nehmen. So oder so solltest Du bitte nichts auf eigene Faust ausprobieren und immer alles mit dem behandelnden Tierarzt absprechen. Ich wünsche Dir und Gina alles Gute!

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