Neue Verordnung in Niedersachsen soll Streunerkatzen helfen

Allein in Niedersachsen gibt es rund 200.000 Streunerkatzen. Die Zahl in ganz Deutschland beläuft sich laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten auf etwa 3,2 Millionen verwilderte Katzen. Nun hat die Landesregierung in Hannover eine Änderung der sogenannten Subdelegationsverordnung beschlossen, die es Kommunen unter anderem erlaubt, künftig die Kastration freilaufender Hauskatzen vorzuschreiben. Vier Pfoten fordert außerdem die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hauskatzen.


„Die neue Verordnung in Niedersachsen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Sarah Ross, Heimtierexpertin von Vier Pfoten. „Wir hoffen, dass viele Gemeinden von dieser Möglichkeit, sich für die Streunerkatzen einzusetzen, Gebrauch machen werden. Niedersachsen könnte Signalwirkung für ganz Deutschland haben.“ Vier Pfoten fordert eine bundesweite Lösung, um den Katzen zu helfen.

Darum leiden Streunerkatzen

Das Offensichtliche liegt auf der Hand: Die Katzen haben kein festes Zuhause, also keinen warmen Platz, an den sie sich zurückziehen können und an dem sie gefüttert werden. Sie sind ständig auf der Suche nach einem Rückzugsort und nach etwas Essbarem und aufgrund von Unterernährung, Infektionskrankheiten und nasskalten Witterungen sterben viele dieser Katzen bereit im jungen Alter: Streunerkatzen werden im Durchschnitt nur vier Jahre alt, Wohnungskatzen hingegen zwölf bis 14 Jahre. Sind die Katzen nicht kastriert, vermehren sie sich immer weiter und so nimmt das Leid kein Ende. So ist die Kastration die einzige nachhaltige Lösung, um die Streunerkatzenpopulation einzudämmen.

Streunerkatzen und das Tierschutzgesetz

Um den Umgang mit streunenden Katzen bundesweit zu regeln, gibt es den §13b im deutschen Tierschutzgesetz. Dieser ermächtigt die Landesregierungen, Katzenschutzverordnungen inklusive Erlass einer Kastrationspflicht zu erlassen. Die Landesregierungen wiederum können diese Rechtsverordnung auf andere Behörden, also zum Beispiel an die Kommunen, übertragen.

Hanna | DeineTierwelt

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Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

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