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So war Cesar Millan live in Hamburg

„Once Upon A Dog“ – Cesar Millan nimmt sein Publikum in der Barclaycard Arena in Hamburg im Rahmen seiner aktuellen Tour mit auf eine „Reise voller Liebe, Respekt und Loyalität“. Diese Reise beinhaltet außerdem eine große Portion Humor, verpackt in seiner Live-Show und in kurzen Videomärchen, anhand derer der prominente Hundeflüsterer aus den USA die Bedürfnisse von Hunden veranschaulicht und für viele Lacher sorgt.

Foto: Michael Printz / PHOTOZEPPELIN.COM

Bewegung, Disziplin und Liebe

Wer Cesar Millans Sendungen wie „Der Hundeflüsterer“ oder „Notruf Hund – Einsatz für Cesar Millan“ kennt und verfolgt, merkt schnell, dass heute Abend das aufgegriffen wird, was Millan auch im Fernsehen bereits predigt: Ein Hund braucht Bewegung, Disziplin und Liebe – genau in dieser Reihenfolge. Alle drei Ebenen müssen ausgeglichen sein, damit Hund und Mensch ein glückliches Leben führen können. Nicht weniger bedeutend ist die richtige Energie, die der Mensch ausstrahlen muss: Ruhe und Gelassenheit. Weder ein diktatorisches noch ein zu sehr verwöhnendes Verhalten sei hilfreich, man müsse sich durch eine klare Struktur und Regeln sowie Vertrauenswürdigkeit Respekt verschaffen, erklärt Cesar Millan seinen Fans heute Abend.

Er wundere sich, dass Menschen dies besonders bei Welpen extrem schwer falle und dabei passiere schnell ein entscheidender Fehler, so Millan: Der Fehler ist, den Hund zu vermenschlichen. An der Reaktion der Zuschauer merkt man, dass sich viele nahezu ertappt fühlen. Ein Hund brauche Jobs und eine feste Rolle im Rudel. Wie sagt Cesar Millan immer so schön? “Ich rehabilitiere Hunde und trainiere Menschen”.

Dabei steht Cesar allerdings nicht mit erhobenen Zeigefinger auf der Bühne, sondern verpackt alles mit einer angemessenen Dosis Humor und sorgt heute Abend für viele Lacher. Sei es durch die Demonstration seiner Deutschkenntnisse, an denen er scheinbar stetig feilt (alles andere wird von Moderator Daniel Boschmann übersetzt) und ganz offensichtlich viel Spaß hat oder seiner Darbietung im Papageienkostüm, in deren Zuge er zu „Crazy In Love“ von Beyoncé tanzt.

Foto: Michael Printz / PHOTOZEPPELIN.COM

Keine Zauberei, sondern konsequentes Training

Um seine theoretischen Ausführungen auch praktisch anschaulich zu machen, bekommt er auf der Bühne Hilfe von Menschen mit ihren Hunden, die mal kleinere, mal etwas gravierendere Probleme mit ihrer Fellnase haben. Dass beispielsweise der sehr verfressene (und ebenso niedliche) siebenjährige Labrador-Mischling Murphy seine Aufregung hinsichtlich Futter auch nicht ganz abstellt, wenn Cesar Millan den Futternapf hält, macht deutlich, dass die Korrektur von unerwünschtem Benehmen bei Hunden keine Zauberei ist und viel Training verlangt. Ihm müssen Regeln gesetzt werden: Das Futter wird nur mit Erlaubnis angerührt.

Dass die richtige Energie aber sehr wohl eine große Rolle spielt, zeigt das Beispiel einer Dame mit ihrem Hund, der seit ihr Baby da ist anderen Hunden gegenüber Leinenaggression zeigt: Während die Besitzerin an einer Assistentin mit Hund vorbei läuft, versucht ihr Hund, den anderen anzugreifen. Als schließlich Cesar Millan zur Leine greift und erneut an dem anderen Hund vorbei geht, gibt es keinerlei Probleme. Bestimmte und ruhige Energie ist das vermeintliche „Zauberwort“.

Foto: Michael Printz / PHOTOZEPPELIN.COM

„Hunde verkörpern die reinste Form der Freundschaft“

Ebenfalls sehr präsent ist heute Abend seine Liebe zu Hunden im Allgemeinen und seinem Rudel im Besonderen: „Hunde verkörpern die reinste Form der Freundschaft“, so Millan in einem eingespielten Video als eine Art Ode an unsere vierbeinigen Lieblinge. Ebenso gern hat er sein Publikum: „Moin Moin! I love you very much!“, begrüßt er seine Fans unter großem Applaus beispielsweise nach der Pause zu seiner Show zurück.

Keine Frage: Cesar Millan hat die Besucher der Barclaycard Arena heute Abend in seinen Bann gezogen – durch seine Ausstrahlung, sein Wissen, seinen Humor, sein Auftreten. Von dem ihm oft vorgeworfenem aggressiven Verhalten gegenüber Hunden ist heute Abend nicht einmal ansatzweise etwas zu sehen oder zu hören. Die einzige Zurechtweisung erfolgt durch Energie und seinem bekannten und gleichzeitig markanten „shh“ – und das mit Erfolg.

Sicherlich muss jeder Hundehalter den eigenen richtigen Weg für sich und seinen Liebling finden, immerhin ist jeder Hund ein Individuum. Aber der Ansatz, den Cesar Millan heute Abend vermittelt, ist definitiv der richtige.

Hanna | DeineTierwelt

Contentmanagement & PR

Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

12 Kommentare
  1. Sich informieren und aufklären lassen hilft auch hier in Bezug zu CM. Der Ansatz, den Cesar Millan vermittelt, ist definitiv NICHT der richtige. Wer gewillt ist und genau hinschaut und bereit ist gesagtes kritisch zu hinterfragen, braucht gar nicht so viel fachliches Wissen um die Ansätze von CM zu durchschauen und zu erkennen mit welchen Mitteln er Hunde korrigiert und die Zuschauer gekonnt mit seiner Selbstherrlichkeit manipuliert.

    Tatsachen und Fakten dazu und was namhafte Fachleute dazu sagen kann unter folgenden Links nachgelesen werden

    http://www.gewaltfreies-hundetraining.ch/positionspapier/fachberichte/
    http://www.trainieren-statt-dominieren.de/blog/27-dominanz-rudel/22-der-hundefluesterer

    Ja, jeder Hundehalter muss den eigenen richtigen Weg für sich und seinen Vierbeiner finden. Dabei sollte jedoch das Wohl und die Unversehrtheit des Hundes im Zentrum stehen. DARUM NEIN ZU DEN ERZIEHUNGSANSÄTZEN VON CESAR MILLAN !

    1. Hallo Thisi, danke für Deinen Kommentar. In diesem – deutlich als Live-Bericht gekennzeichneten – Artikel geht es darum, wiederzugeben, was an dem Abend passiert ist. Ja, er hat von Liebe, Respekt und Loyalität gesprochen (deswegen übrigens die Anführungszeichen als Kennzeichnung für ein Zitat). Er sprach davon, dass Bewegung, Disziplin und Liebe das ist, was ein Hund braucht, weder Dominanz noch zu sehr verwöhnendes Verhalten sinnvoll ist. Er hat weder irgendwelche fragwürdigen Hilfsmittel angewendet (den einzigen Kontakt, der er direkt mit den Hunden auf der Bühne hatte, war streicheln), noch zu Gewalt gegenüber Hunden aufgefordert – ganz im Gegenteil. Es geht nicht darum, ihn als “good guy” anzupreisen oder Werbung für ihn zu machen, sondern darum, über hunde/tierspezifische Themen zu berichten. So waren wir beispielsweise am Freitag auch bei Martin Rütter und auch darüber werden wir berichten. Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag! Hanna

  2. Ich finde C.MilLAN so toll,ich schaue wenn möglich seine ganzen Sendungen und bin total begeistert wie er mit den Hunden umgeht und sie zu einen tollen Begleiter macht. Leider habe ich es bis heute nicht geschafft ihn Life zu erleben. Das macht mich traurig, aber ich geb nicht auf es zu versuchen. Ich hab auch all seine Bücher und soweit ich konnte hab ich meine beiden Bulldoggen nach seiner Methode erzogen. Ich werde immer wieder angesprochen wie toll meine Hunde gehorchen und sooo lieb sind. Das verdanke ich C.Millan seine Sendungen im Fernsehen. Vielen vielen Dank C.Millan das es sie gibt. R. Jux

  3. Es war ein super Event am 01.03.2017 in Hamburg, bin extra aus Spanien angereist, es hat mir ausserordentlich gut gefallen. Nur hatten wir Pech mit den Karten von VIAGOGO, haben Karten zugeschickt bekommen, die einen geringeren Preis hatten als wie bestellt und bezahlt. Das ist in meinen Augen Betrug. Also Vorsicht bei diesem Anbieter!

  4. Es war eine Super Show……viel Humor …..er weiß wovon er spricht und hat wirklich eine ausgeglichene Energie…..durch seine Methoden habe ich viel gelernt……Danke für den tollen Abend, das Autogramm und das rosa Cap ?

  5. Hallo Tierwelt,
    wir waren gestern in Berlin bei C.Millan. Leider haben wir unsere Karten auch bei viagogo gekauft und haben es bereut , absolute Ausbeute . Angebot für 60,00 euro, auf der Karte stand 40,00 dann. So waren dann auch die Plätze ! In Berlin war auch Verkehrschaos und keine Parkplätze , das hat uns dann ein Ticket für Falschparken gekostet. Trotzdem war die Veranstaltung schön mit Cesar, keine Frage. Ich sehe auch seine Sendung , ich finde gut was er macht, auch weil man seine Leidenschaft für Hunde erkennt.
    Cesar ist top !

  6. Oje, was für ein unreflektierter Artikel.

    Cesar Millan ist sicher ein guter Entertainer, von Hunden hat er leider keine Ahnung. Sein ganzes Repartoire besteht aus Aversivreizen, die Hunde permanent ins Meideverhalten zwingen. Dazu gehören Zischen, Strangulieren, Treten, Schlagen und diverse Hilfsmittel die in Deutschland untersagt sind wie das Teletack, Stachelhalsbänder, Würgeschlingen ohne Zugstopp, und seine Eigenkreation: Das Illusion Collar.
    Wie man derlei Umgang mit Hunden bejubeln kann, ist mir unverständlich und lässt sich nur mit mangelndem Wissen und Verständnis von Hundeverhalten erklären.
    Gottseidank hatte 2014 ein deutsches Gericht ihm das Trainieren von Hunden auf offener Bühne untersagt. Er war durch die Prüfung die jeder Hundetrainer zm Sachkundenachweis machen muss, durchgefallen, trotz Dollmetscher. http://www.aargauerzeitung.ch/panorama/vermischtes/gerichtsurteil-verbietet-tv-hundecoach-cesar-millan-arbeit-auf-der-buehne-128354987

    Zahlreiche internationale Verbände, Trainer, Veterinärmediziner und Biologen haben sich gegen Cesar Millans Trainingsmethoden ausgesprochen.

    Der obige Artikel ist für mich ein Grund, dieser Autorin und der Plattform keine weitere Aufmerksamkeit mehr zu schenken.

    1. Hallo Lisa, danke für Deinen Beitrag! In diesem Artikel geht es nicht darum, das Pro und Contra von Cesar Millans Methoden zu beleuchten, sondern – so wie deutlich gekennzeichnet – stellt dieser Artikel ein Live-Bericht der Show dar. Es wird nicht verherrlicht oder versucht, Herrn Millan in ein gutes Licht zu stellen, sondern lediglich darüber berichtet, was an diesem Abend in Hamburg auf der Bühne zu sehen war. Ich finde es schade, dass ich jetzt schon des Öfteren die Erfahrung machen musste, dass die Leute es nicht verstehen (wollen), was Sinn eines Live-Berichts ist. Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche! Liebe Grüße, Hanna

  7. Zitat ” Aber der Ansatz, den Cesar Millan heute Abend vermittelt, ist definitiv der richtige.”

    Mit Verlaub: mal abgesehen davon, dass dieser Ansatz der definitiv Falsche ist, ist diese Feststellung das Gegenteil von objektiv”.

    Es wurde vollkommen ausgeblendet, was an internationaler Kritik gegen derlei Ausbildungsmethoden spricht. Auch macht diese Plattform Werbung für Cesar Millans Auftritte und verlost Eintrittskarten. Subjektiver gehts nicht.

    Mal abgesehen davon ist so ziemlich alles an Cesar Millans Thesen vollkommener Schwachsinn. “Bewegung, Disziplin, Zuneigung”. Und was ist mit alten oder kranken Hunden? Ich sehe bei Cesar Millan Hunde die bei 40 Grad im Schatten am Stachelhalsband den Herrn auf Rollerblades hinter sich herziehen müssen. Ich sage: Tierschutzrelevant! Hunde die in der glühenden Sonne Kaliforniens stundenlang am Endloswürger oder Stachler durch die Gegend geschleift werden. Oder gleich aufs Laufband gestellt. Von geistiger oder rassegerechter Auslastung sieht man nie etwas.
    Hunde brauchen vor allem: Liebe, Aufmerksamkeit, charakter- und rassegerechte Beschäftigung unter Einbeziehung der physiognomischen Möglichkeiten, Artgenossenkontakt in vernünftigem Rahmen, dh unter Respektierung der Individualdistanz und der sozialen Möglichkeiten des Hundes, gleichbleibende Rituale, absoluten Familienanschluss und Integration und möglichst wenig Alleinesein. Zudem hochwertiges Futter, Pflege und eine gute tierärztliche Betreuung.
    Hunde brauchen nicht: Dominanzgequatsche, Rudelführerneurosen, Tritte in die Nierengegend, Gezische, Strangulationen, Endloswürger, Stachler, Teletacks, Zwangsvergesellschaftung mit anderen Hunden, kurz: Schmerz und Schreckreize und das permanente Einschüchtern und Dominieren, damit der Hund nur ja nicht die Weltherrschaft ergreift. Wie permanent von cesar Millan vermittelt wird. Auch nicht stundenlanges Rennen in glühender Sonne am Fahrrad oder an Rollerblades. Oder stundenlanges Wegsperren in Käfigen, wie von Herrn Millan in seiner Welpenschule propagiert.

    1. Hallo Lisa, aber genau das ist der Punkt: In dem Live-Bericht geht es darum, darüber zu berichten, was an genau diesem Abend passiert ist. Der Artikel heißt “Cesar Millan live in Hamburg” und nicht “Wir beleuchten alle Methoden von Cesar Millan”. Auf der Bühne hat er nun mal nichts in die Richtung gemacht, die Du schilderst. Ich verstehe Deinen Standpunkt, aber dennoch ist es Fakt, dass das in einem Live-Bericht nichts zu suchen hat. Und ich denke, dass wir nicht darüber diskutieren müssen, dass kranke oder alte Hunde natürlich ihren Bedürfnissen nach ausgelastet werden müssen. Etwas anderes habe ich auch niemals behauptet, das ist etwas sehr weit hergeholt und reininterpretiert. Trotzdem brauchen Hunde Bewegung/Auslastung, Strukturen und Liebe. Klar, über die Reihenfolge lässt sich sicherlich streiten, aber ich bin mir sicher, dass ein Hund – wenn er die Wahl hat – lieber über´s Feld flitzt, als unausgelastet mit Herrchen oder Frauchen zu kuscheln 😉 Auslastung ist schließlich auch ein Zeichen der Zuneigung und Bindungsstärkung. Auslastung und Strukturen geben heißt ja nicht automatisch, dem Hund nicht auch Liebe zu zeigen – schließlich kreiert man ein ausgeglichenes Umfeld genau aus dieser Motivation heraus: Aus Liebe zu seinem Hund, weil man möchte, dass es ihm gut geht. Was anderes sagt beispielsweise Martin Rütter auch nicht. Was mich zum nächsten Punkt bringt: Für die Martin Rütter Show haben wir auch Tickets verlost (https://magazin.deine-tierwelt.de/tickets-fuer-martin-ruetter-gewinnen/) und einen Bericht über seine Show geschrieben (https://magazin.deine-tierwelt.de/so-war-martin-ruetter-live-in-hannover/). Es liegt also keinesfalls eine reine Cesar Millan-Subjektivität vor, wie von Dir vorgeworfen. Ich weiß, dass das ein hitziges Thema ist, aber nimm doch bitte den Artikel als das, was er ist: Ein LIVE-Bericht der speziellen Show in Hamburg. Wir sind ein Magazin, dass über tierspezifische Themen berichtet. Natürlich gibt es viele Millan-Gegner, aber eben auch Leute, die ihn gut finden und die sich beispielsweise für die Shows von ihm interessieren. Das hat also nichts damit zu tun, dass wir ihn verherrlichen oder als “DEN” Hundetrainer anpreisen wollen. Und gerade weil wir keine Position für oder gegen ihn beziehen wollen, überlassen wir die Diskussion den Nutzern. Liebe Grüße, Hanna

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