Schützt Eure Hunde vor Parasiten im Wasser

Wenn es draußen warm ist, suchen viele Hunde – wie wir Menschen auch – Abkühlung in Gewässern. Ein Sprung ins kühle Nass und schon sind die Temperaturen weitaus besser zu ertragen. Allerdings lauern hier auch Gefahren: Der Bundesverband für Tiergesundheit e. V. warnt vor Parasiten im Wasser, die sich vor allem in stehenden Gewässern tummeln.

Hund am See

Laut Umweltbundesamt ist die Qualität unserer Badeseen generell sehr gut. Über 90 % der Gewässer tragen die Bewertung „ausgezeichnet“. Allerdings können in stehenden Gewässern einige Gefahren lauern, denn oft befinden sich nicht ganz ungefährliche Parasiten im Wasser. Erreger können beispielsweise eine Zerkariendermatitis, auch Badedermatitis genannt, übertragen. Eine Hauterkrankung, die oft als Endwirt Wasservögel befällt.

Parasiten im Wasser werden über andere Tiere übertragen

Die Verursacher sind Zerkarien, also die Larven kleiner Saugwürmer. Sind Wasservögel infiziert, können die Erreger als Eier über den Kot ins Wasser gelangen. Dieser vermehrt sich dann über Zwischenwirte wie beispielsweise Wasserschnecken. Die letzte Generation der Larven – die Zerkarien – befallen letztlich wieder die Wasservögel und so beginnt der Zyklus erneut. 

Zwar sind Menschen und Hunde keine Endwirte, können aber dennoch von den Larven befallen werden. Diese dringen in die Haut ein, überleben dort aber nicht lange. Dennoch können sie eine Reaktion wie Hautrötungen, Quaddeln und Juckreiz hervorrufen. Zwar schützt das dichte Fell Hunde oft vor einer Infektion, ganz auszuschließen ist sie allerdings nicht. Solltet Ihr diese Symptome nach einem Badeausflug feststellen, ist es ratsam, den Hund sicherheitshalber bei einem Tierarzt vorzustellen und vorerst nicht mehr baden zu lassen. 

Schützt Eure Hunde vor Leptospirose

Generell solltet Ihr stehende Gewässer mit Eurem Hund eher meiden. Diese b auch die Gefahr von Leptospirose. Dagegen sollte man seine Fellnase zwar jährlich impfen, doch die Impfung schützt nicht vor allen Arten der Krankheit. Leptospirose überträgt sich übrigens teilweise auch, in dem Hunde aus Pfützen oder Tümpeln trinken. Symptome können Fieber, Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Blutarmut sein.

Leptospirose kann sich auch von einem Tier auf den Menschen übertragen und ist deswegen eine Krankheit, die beim Veterinäramt gemeldet werden muss. Besonders bei Welpen unter sechs Monaten ist eine Infektion gefährlich, deswegen gehört diese Impfung zu den Pflichtimpfungen bei Hunden. Bei Infektionsverdacht solltet Ihr sofort zum Tierarzt – eine Leptospirose gehört auf jeden Fall behandelt, da sie sonst zu schweren Leber- oder Nierenschäden führen kann. 

Wichtig
Beachtet, dass es Hunden nicht überall gestattet ist, zu baden. Es gibt einige Seen, an denen ein eigener Hundestrand ausgewiesen ist. 

 

 

 

Hanna | DeineTierwelt

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Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

4 Kommentare
  1. Es gibt in Deutschland keine „Pflichtimpfungen“! Für Hunde ebenso wenig wie für Menschen.
    Lediglich bei der Einreise nach Deutschland ist die Tollwutimpfung Pflicht (und je nach Herkunftsland ggf. noch die Vorsorge gegen einige Parasiten). Alles andere können Hund und Halter nach Belieben entscheiden.

    1. Hallo Stefan, gesetzlich verpflichtend sind die Impfungen nicht, das ist richtig. Gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Tollwut sollten Hunde aber – im Sinne des Hundes – geimpft sein. Liebe Grüße, Hanna

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