Ein Tier wurde angefahren – Was tun?

Man kann noch so vorsichtig im Straßenverkehr sein – zu einem Unfall kann es leider immer kommen. Oft werden Tiere in Mitleidenschaft gezogen, die beispielsweise völlig unerwartet über die Straße rennen und schon ist es passiert. In so einer Situation einen klaren Kopf zu behalten ist für viele nicht leicht. Umso besser also, wenn man schon im Vorfeld einen Überblick darüber hat, was zu tun ist. Wenn Ihr ein Tier angefahren habt, muss es selbstverständlich sein, ihm zu helfen. Oft wissen die Fahrer nur schlichtweg nicht, was zu tun ist und stehen völlig hilflos da.

Hund neben Autoreifen

Wie verhalte ich mich richtig?

Auch wenn es schwer fällt, das oberste Gebot ist Ruhe bewahren! Durch eine aufsteigende Panik könnt Ihr zum einen nicht klar denken und zum anderen merkt auch das angefahrene Tier wie Ihr Euch fühlt – da ist Panik natürlich das Letzte, was man gebrauchen kann.

Sichert zuerst die Unfallstelle ab, um zu verhindern, dass ein anderes Auto in die Unfallstelle fährt und womöglich noch weiteren Schaden anrichtet. Zieht Euch Eure Warnweste an und stellt das Warndreieck ordnungsgemäß auf.

Unterscheidung zwischen Haus- und Wildtier

Das weitere Vorgehen richtet sich danach, ob Ihr ein Haustier, wie etwa einen Hund oder eine Katze, angefahren habt oder ein Wildtier, wie beispielsweise ein Reh, einen Fuchs oder ein Wildschwein. Für Wildtiere ist die zuständige Jagdbehörde zuständig, die Ihr umgehend kontaktieren müsst. Ihr dürft das Tier nicht zum Tierarzt oder in die Tierklinik bringen! Ihr solltet auf jeden Fall am Unfallort bleiben, bis Hilfe eintrifft. Haltet zu verletzten Wildtieren bitte Abstand – in ihrer Panik können sie wehrhaft und unberechenbar sein.

Anders sieht es bei Haustieren aus: Hier bitte unbedingt schnellstens zu Arzt. Falls Ihr nicht wisst, wo Ihr den nächsten Tierarzt oder die nächste Tierklinik findet, kann Euch ein Anruf bei der Polizei weiterhelfen. Am einfachsten ist es, das Tier vorsichtig auf eine Decke und dann ins Auto zu legen. Vergesst bitte nicht, dass auch das Tier große Angst und möglicherweise sogar starke Schmerzen hat. Durch einen Griff in den Nacken könnt Ihr mögliche Angriffe abwehren.

Auch wenn Ihr zum Beispiel ein verletztes Tier am Straßenrand seht, solltet Ihr in jedem Fall helfen, um möglicherweise ein Leben zu retten!

Wer übernimmt die Tierarztkosten?

Das verletzte Tier ist beim Tierarzt, der Schreck lässt so langsam nach – natürlich kommt auch unweigerlich die Frage auf: Wer übernimmt eigentlich die Tierarztkosten? Muss das Tier operiert werden, können beachtliche Summen zusammenkommen. In jedem Fall gilt: Der Unfallverursacher ist rechtlich nicht verpflichtet, die Kosten zu übernehmen – Ihr solltet also niemals aus falscher Angst vor hohen Kosten den Gang zum Tierarzt meiden! Jeder Tierarzt ist zu einer Erstversorgung verpflichtet. Solange der Halter nicht ermittelt ist, ist die jeweilige Gemeinde für die Kostenübernahme zuständig. Diese beauftragt in der Regel ein Tierheim damit, sich um das Tier zu kümmern, bis der Halter ermittelt ist.

Katze wird Chip ausgelesen

Lasst Eure Fellnase chippen und registrieren!

Für Tierbesitzer ist auch aus dieser Sicht eine Sache natürlich sehr wichtig: Lasst Euer Tier unbedingt mit einem Chip versehen. Für Hunde ist es in der Regel Pflicht, für Katzen allerdings nicht. Solltet Ihr Eure Katze beispielsweise kastrieren lassen, bittet den Tierarzt doch gleich darum, den Chip einzusetzen. Daraufhin solltet Ihr Euer Tier unbedingt bei der Tierregistrierung Tasso aufnehmen lassen. Hier wird Euch beispielsweise auch schnell geholfen, wenn Ihr Euer Tier vermisst.

So kommt Eure Fellnase nicht nur schnell zu Euch zurück, sondern im Falle eines möglichen Unfalls ist auch sichergestellt, dass das Tier die bestmögliche Erstversorgung bekommt.

Hanna | DeineTierwelt

Contentmanagement & PR

Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

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