Urlaub mit dem Hund: Worauf man achten sollte

Vor dem Start in den Sommerurlaub muss einiges geplant und organisiert werden. Wer Urlaub mit dem Hund machen will, muss auch dessen Wohlergehen während der Fahrt und am Urlaubsort im Auge haben. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. gibt Tipps für eine unbeschwerte Reise.

„Ganz wichtig ist die Registrierung des Hundes in unserer Datenbank“, betont Philip McCreight, Leiter von TASSO. Sollte das Tier während der Fahrt oder am Urlaubsort weglaufen, ließe es sich über die registrierten Angaben schneller wiederfinden und exakt dem Besitzer zuordnen. „Der sicherste Weg zur Identifizierung ist der vom Tierarzt unter die Haut des Vierbeiners eingesetzte Transponder mit eindeutiger Kennung“, erklärt McCreight. „Beispielsweise der Minitransponder, der nur etwa so groß ist wie ein Reiskorn.“ Die Daten können im Fundfall mit einem speziellen Scanner ausgelesen und von einem Tierheim oder Tierarzt an TASSO durchgeben werden. Der Verein würde dann sofort den Besitzer per Handy über den informieren. „Dieser Service ist für alle Beteiligten vollkommen kostenlos“, betont er.

Damit es nicht erst soweit kommt, empfiehlt der Tierschutzexperte, den Hund nicht nur während der Pausen der An- und Abreise, sondern auch für die ersten Urlaubstage angeleint zu lassen: „Die unbekannte Umgebung macht manche Tiere so nervös, dass sie die Kommandos ihres Besitzers überhören und aufgeschreckt die Flucht ergreifen.“ Dies würde nicht nur dem Hund und seiner Familie den entspannten Urlaub verderben, in der Nähe stark befahrener Straßen könne soetwas auch schlimme Folgen haben, weiß McCreight.

Urlaub mit dem Hund: Verpflegung nicht vergessen

Verantwortungsbewusste Hundebesitzer packen nicht nur Reiseproviant für Kinder und Erwachsene ein, sondern natürlich auch Wasser für den Vierbeiner und einen passenden Napf. Mit dem Futter sollte man allerdings vorsichtig umgehen. McCreight: „Dauert die Autofahrt mehrere Stunden, kann dem Hund bei vollem Magen übel werden. Am besten ist es, man füttert ihn vier bis sechs Stunden vor Reiseantritt und dann erst wieder am Urlaubsort. Hunde können diese „Hungerkur“ problemlos ertragen.“

Bei Reisen in europäische Länder ist der EU-Heimtierausweis mit aktuellen Impfdaten zwingend erforderlich und vorgeschrieben, sagt McCreight. Für Tiere, die nach dem 3. Juli 2011 geboren wurden, sei zudem die Kennzeichnung mit einem Transponder notwendig („Chippflicht“). Eine Tätowierung allein werde bei einer möglichen Kontrolle nicht mehr akzeptiert. „Der Pass enthält neben Angaben zum Halter auch Adresse, Name, Art und Geschlecht des Tieres einschließlich Geburtsdatum, Fellkleid und Daten zu Impfungen.“ Angegeben seien außerdem die Transponder- beziehungsweise Tätowiernummer.

Worauf man sonst noch beim Urlaub mit dem Hund achten sollte, verrät die Checkliste von TASSO:

Vor der Reise:

  • Fahrten und Urlaubsort mit dem Tierarzt besprechen
  • Länderspezifische Vorschriften für bestimmte Hunderassen überprüfen
  • Vorrat an wichtigen Medikamente anlegen
  • Gültigkeit der allgemeinen und länderspezifischen Schutzimpfungen überprüfen und ggf. nachholen
  • Bei Auslandsreisen die Einreisebestimmungen abklären (Botschaft)
  • Wenn notwendig, nur hier erhältliches Futter kaufen
  • Abklären, ob in der gebuchten Unterkunft Hunde überhaupt erlaubt sind

Fürs Gepäck:

  • EU-Heimtierausweis
  • Nummer und Kontaktdaten der eigenen Haftpflichtversicherung und eines Tierarztes im Urlaubsort
  • Transportkorb, Maulkorb (ist in einigen Ländern vorgeschrieben), Leine, Körbchen oder Decke
  • Frisches Trinkwasser in der Flasche, Wassernapf
  • Plastiktüten und Schaufel
  • Futter, Leckereien, Dosenöffner
  • Bürste, Kamm, Handtuch, Spielzeug

Für die Reiseapotheke:

  • Medikamente, die der Hund ständig einnehmen muss
  • Mittel gegen Reisekrankheit und Beruhigungsmittel
  • Mittel gegen Durchfall
  • Wundspray/Desinfektionsmittel
  • Augen- und Ohrentropfen
  • Tücher zum Reinigen von Augen und Pfoten
  • Zeckenzange
  • Verbandmaterial

 

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