Studie: Warum sind Katzen die beliebtesten Haustiere in Deutschland?

Laut Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. und Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF)  leben aktuell 11,5 Millionen Katzen in 19 Prozent der deutschen Haushalte. Damit liegen die Samtpfoten auf der Beliebtheitsskala für Heimtiere noch vor den Hunden auf Platz 1. Das Rheingold Institut hat im Auftrag des Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft e.V. untersucht, warum das so ist.

„Auf den ersten Blick spricht für die Haltung von Katzen, dass sie vergleichsweise pflegeleicht und von Haus aus reinlich sind. Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass auch Beziehungen und Bindungen eine wichtige Rolle spielen“, erklärt Kathrin Fichtel vom Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft e.V.

Katzen dienen als Vorbild für zwischenmenschliche Beziehungen

Die Studie fand unter anderem heraus: Katzen dienen ihren Menschen in vielerlei Hinsicht als Vorbild. Da die Stubentieger beispielsweise scheinbar widersprüchliche Verhaltensweisen an den Tag legen, erleben Katzenhalter einerseits sehr innige Momente mit ihren Vierbeinern. Andererseits gibt es auch immer wieder Zeiten, in denen jeder seine eigenen Wege geht und Distanz vorherrscht. Diese Nähe und Distanz, die man mit der Katze erlebt, kann auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen werden.
Weiterhin hat das Rheingold Institut herausgefunden, dass Katzen als Ruhepol und Anker gelten. Da im Alltag oft hektisch und anonym zugeht, ist dies heutzutage sehr wichtig für viele Menschen. Die Tiere dienen gleichzeitig als Vorbild und Sinnbild für den Wunsch nach Unabhängigkeit. Weiterhin bewundern die Katzenhalter die Natürlichkeit und manchmal sogar Wildheit der Samtpfoten, die sie zu widerstandsfähigen Überlebenskünstlern macht.

Die Katze ist Lehrer und Kuschel-Katalysator in einem

Die befragten Katzenhalter sehen ihre Tiere aber auch als Lehrer. Sie haben das Gefühl, dass sie durch das Zusammenleben mit den Vierbeinern Toleranz lernen und mit den Wiedrigkeiten des Lebens besser umgehen können. Die Unberechenbarkeit der Katze wird dabei als positiv und Bereicherung für den Alltag angesehen.

Trotzdem gelten Katzen nicht nur als unabhängig, sondern auch als sehr verschmust. Ihre Gunst und Zuneigung müssen sich die Menschen jedoch stets neu verdienen, wodurch die körperliche Nähe als etwas ganz Besonderes empfunden wird. Die Katze kann zusätzlich als Kuschel-Katalysator wirken. Beispielsweise in den Beziehungen zwischen den Zweibeinern in der Katze-Mensch-Familie.

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