Winterfütterung von Wildtieren: Tiere jetzt an die neue Futterquelle gewöhnen

Wer Wildtiere, wie Vögeln, Eichhörnchen und Co. im Winter unterstützen möchte, sollte jetzt schon mit der Fütterung beginnen. So gewöhnen sich die Tiere langsam an die Futterquelle und wissen bei langanhaltendem Frost, wo sie verlässlich Futter finden. Das rät die Wildtierstation Hamburg/Schleswig-Holstein, die von der international tätigen Tierschutzstiftung Vier Pfoten mit jährlich 100.000 Euro unterstützt wird.

Eichhörnchen frisst Nuss im Schnee zum Artikel Wildtierfüttreung im Winter

Wildtiere richtig füttern

Christian Erdmann, Leiter der Wildtierstation Hamburg/Schleswig-Holstein:
„Wichtig ist, dass verlässlich, also täglich, kleine Portionen Futter zur Verfügung gestellt werden. Es sollte nur so viel gefüttert werden, wie auch tatsächlich aufgefressen wird. Um keine Ratten anzulocken, sollten dennoch liegengebliebene Reste zügig weggeräumt und die Futterstelle gesäubert werden.“

Für Eichhörnchen empfiehlt sich, neben Nüssen, hochwertiges Papageienfutter, welches viele große Sämereien enthält. Vögel freuen sich über ein Körnergemisch aus dem Fachhandel oder ausgelegtes Fallobst wie Äpfel. Von den weit verbreiteten Meisenknödeln rät die Wildtierstation ab, da sich immer wieder Vögel in den Netzen verfangen. Wasservögel sollten erst bei langanhaltender, geschlossener Schneedecke mit Körnerfutter zugefüttert werden. Hierfür empfiehlt sich weizen- und bruchmaishaltiges Hühnerfutter. 

Rotkehlchen auf eingeschneitem Ast im Winter

“Mit dem Frühjahrsbeginn sollte die menschliche Futterquelle dann wieder versiegen”

Das Füttern sollte sich hier allerdings auf den eigenen Gartenteich beschränken, da das Füttern an öffentlichen Gewässern in vielen Städten nicht erlaubt ist. Das Füttern von größeren Wildtieren, wie Rehen und Wildschweinen, ist ebenfalls verboten. Sie gelten als jagdbares Wild. Deswegen dürfen nur ausgewiesene Jäger sie in Notzeiten füttern.

Erdmann: „Mit dem Frühjahrsbeginn sollte die menschliche Futterquelle dann wieder versiegen. Wie am Winteranfang ist es auch jetzt wichtig, dass dies langsam geschieht und nicht von heute auf morgen. So können sich die Tiere langsam an die Umstellung gewöhnen und lernen wieder selber auf Futtersuche gehen.“

Vier Pfoten fördert die Wildtierstation Hamburg/Schleswig-Holstein mit jährlichVier Pfoten Logo 100.000 Euro. Pro Jahr werden hier mehr als 1.800 in Not geratene, heimische Wildtiere abgegeben, aufgezogen, medizinisch versorgt und wieder ausgewildert. 

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Quelle: Vier Pfoten Pressemitteilung

 

 

Hanna | DeineTierwelt

Contentmanagement & PR

Redakteurin bei DeineTierwelt, Social Media Managerin und Hundemama.

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