So wichtig ist die Zahnpflege bei Hund und Katze

Hunde und Katzen brauchen, genauso wie der Mensch, ihre Zähne ein Leben lang. Sie ermöglichen unter anderem die ordnungsgemäße und lebenswichtige Nahrungsaufnahme. Als Halter ist es nicht nur wichtig zu wissen, was bei seinem Vierbeiner im Maul passiert, sondern auch, sich aktiv um die Zahnpflege bei Hund und Katze und damit um die Gesunderhaltung, regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Zähne zu kümmern.


So sieht es im Maul aus: Die Beschaffenheit der Hunde- und Katzenzähne

Ähnlich wie beim Menschen gibt es auch bei Hund und Katze im heranwachsenden Alter einen Zahnwechsel. Natürlich sollte von Anfang an auf die Zahnpflege bei Hund und Katze geachtet werden. Ein besonderes Augenmerk bei der Gesunderhaltung gilt nach ca. 4 bis 7 Monaten den bleibenden Zähnen. Obwohl es große tierartliche Unterschiede bezüglich der Zähne gibt, so weisen sie doch alle ein gemeinsames Bauprinzip auf. Man unterscheidet drei Abschnitte. Die „Zahnkrone“, den „Zahnhals“ sowie die „Zahnwurzel“. Die Zahnwurzel ist in den knöchernen Zahnfächern des Unter- bzw. Oberkiefers verankert, sie geht in den Zahnhals über, der im Zahnfleisch verankert ist. Die Zahnkrone sitzt dem Zahnhals auf und bildet sozusagen den Abschluss eines jeden Zahnes.

An sich besteht der Zahn aus drei mineralisierten Substanzen. Man unterscheidet „Zahnzement“, „Zahnbein“ und „Zahnschmelz“. Der Zahnschmelz bildet die äußerste Schicht des Zahnes, er gilt als härteste Substanz des Körpers. Somit sind die Zähne von einer außerordentlich harten Schicht überzogen. Dies bietet optimale Voraussetzungen für die Aufnahme und Zerkleinerung von Nahrung.

Zahnerkrankungen bei Hund und Katze können gefährlich werden

Wenn dieser Zahnschmelz beschädigt ist oder Zahnbelag und damit einhergehende Zahnfleischentzündungen entstehen, führt das häufig zu schmerzhaften Situationen im Maul. Eine übermäßige bakterielle Besiedelung kann nicht nur den Zahn selbst, sondern auch die Maulschleimhaut sowie das Zahnfleisch schwer in Mitleidenschaft ziehen.

In weit vorangeschrittenen Fällen, bei einer hohen Keimbelastung der Zähne, kann es sogar zu einer „Abschwemmung“ der Bakterien aus dem Maulbereich kommen. Die Bakterien gelangen in die Blutbahn und können somit überall im Körper ihr Unwesen treiben. Nicht selten kommt es zu gefährlichen Entzündungsprozessen. Häufig ist hiervon das Herz betroffen. Die Bakterien schwächen die Herzleistung. Das kann massive Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Die Folgen mangelnder Zahnhygiene können somit drastisch ausfallen und langfristig ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesundheit von Hund und Katze darstellen.

Regelmäßige Zahnpflege als Vorbeugung und (Lebens-)Versicherung

Die Kontrolle des Maules und der Zähne sowie die Reinigung tragen also zur nachhaltigen Gesunderhaltung bei. Um Zahnerkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen, sollte die regelmäßige Kontrolle des Maules von Hund und Katze auf dem Plan eines jeden Halters stehen. Beim Hund empfiehlt sich auch das wiederkehrende Putzen der Zähne. Nach Möglichkeit gewöhnt man die Vierbeiner bereits im Welpenalter daran. Wenn die Zahnpflege zur Routine wird, stellt diese Situation im Alltag kein Problem mehr dar und kann die Kontrolle durch den Tierarzt erleichtern. Behutsam sollten die Tiere an alle verwendeten Utensilien gewöhnt werden. Lassen Sie sich entspannt am Maul berühren und akzeptieren die Hilfsmittel, verfestigt eine Belohnung im Anschluss die positive Assoziation mit der Zahnpflege.

Wichtige Unterschiede erkennen: Geeignete Utensilien für die Zahnpflege bei Hund und Katze

Als regelmäßige Vorbeugung von Zahnerkrankungen eignen sich Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel der Denta-Komplex für Hund und Katze des Futtermittelherstellers VetConcept. Durch die tägliche Aufnahme werden vermehrt natürliche Enzyme freigesetzt, die Zahnbelag und Verfärbungen entgegenwirken können. Bei der Wahl der für die Zahnreinigung verwendeten Utensilien sollte ebenso ein besonderes Augenmerk auf die Qualität gelegt werden. Bei der Zahncreme sollte vor allem auf die Zusammensetzung und Qualität der Inhaltsstoffe geachtet werden. Durch aggressive chemische Inhaltsstoffe oder stark schleifende Partikel kann die eigentlich glatte Oberfläche des Zahnschmelzes aufrauen und in der Folge eine noch leichtere Anheft- und Angriffsfläche für Bakterien und Ablagerungen bieten. Doch auch die „Zahnbürste“ kann Schaden anrichten, wenn sie aus zu hartem oder chemisch belastetem Material besteht.

5 Tipps für tierisch gute Pflegeutensilien

  • Bei Zahnbürsten für Hunde und Katzen eignen sich natürliche Materialien am besten
  • Als Alternative gut geeignet ist zum Beispiel der Zahnreiniger von St. Diem’s, eine Art „Fingerling“ zur Reinigung von Zähnen, Zahnfleisch und Zunge von Hund und Katze. Sein Mikrofasermaterial befreit von Belägen und bindet dank seiner antibakteriellen Silberionen-Technologie unerwünschte Bakterien.
  • Eine geeignete Zahncreme für Hund und Katze sollte die Zähne intensiv reinigen, Zahnfleisch und Maulschleimhaut pflegen und die Maulflora langfristig stabilisieren.
  • Enthaltene Kieselsäure sowie milde eiweiß- und fettspaltende Enzyme wie in der Zahncreme von St. Diem’s tragen zu einer enzymatischen, effektiven Reinigung bei.
  • Die Zahncreme sollte frei von jeglichen Aromastoffen und am besten auch für Welpen und Allergiker geeignet sein.

Bei regelmäßiger Anwendung kann eine solche Zahnpflege bei Hund und Katze prophylaktisch gegen Zahnbelag, Zahnstein und unangenehmen Atemgeruch sein. Zusammen mit der regelmäßigen Kontrolle durch den Tierarzt tut man seinem Vierbeiner einen großen Gefallen und hilft dabei, schlimmere Erkrankungen durch Zahnleiden zu vermeiden.

Dr. med. vet. Miriam Ennouri
Dr. med. vet. Miriam Ennouri

Hundebegeisterte, verantwortliche Tierärztin bei St. DIEM’S. Autorin für VetConcept.

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